Rocket Internet: Wenigstens Hello Fresh hält seine Bewertung

Rocket Internet
Samwers Rendezvous mit der Realität

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Wenigstens Hello Fresh hält seine Bewertung

Immerhin konnte die Global Fashion Group ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 34 Prozent auf 456 Millionen Euro steigern. Dafür, dass das Wachstum nicht länger nur mit horrenden Ausgaben für Werbung finanziert wird, spricht, dass im Ergebnis (Ebitda) nur noch ein Minus von 67 Millionen steht – statt 120 Millionen wie im Vorjahreszeitraum. Namshi, der Zalando-Klon im mittleren Osten, arbeitete bereits profitabel. „Jedes einzelne Unternehmen hat seine Ebitda-Marge deutlich verbessert“, sagte Finanzchef Kimpel.

Als Erfolgsmeldung im Rocket-Kosmos kann auch gelten, dass der Kochboxenversender Hello Fresh bei einer bislang nicht veröffentlichten Finanzierungsrunde im April seine bisherige Bewertung von 2,6 Milliarden Euro hielt. Rund 91 Millionen Euro besorgte sich das Unternehmen dabei, wie Finanzchef Christian Gärtner dem Handelsblatt bestätigte. 21,4 Millionen Euro steuerten die Altinvestoren wie Rocket oder die schottische Investmentgesellschaft Baillie Gifford als Eigenkapital bei, 70 Millionen bekam HelloFresh als Kreditrahmen – davon 20 Millionen von der niederländischen Rabobank, 50 Millionen vom Mehrheitseigner Rocket Internet. Von Rockets Kreditlinie wurde laut Gärtners Aussage bislang die Hälfte gezogen.

Deshalb hatte Hello Fresh, das in den USA und Europa vorportionierte Mahlzeiten zum Selberkochen verschickt, trotz eines auf 46 Millionen Euro gestiegenen Halbjahresverlustes zum Ende des zweiten Quartals mehr als 132 Millionen  Euro auf dem Konto. Seine Ebitda-Marge verbesserte Hello Fresh leicht von – 19 auf –16 Prozent, das bislang rasante Wachstum der Firma hat sich zuletzt aber erheblich verlangsamt: Der Quartalsumsatz stieg zwischen April und Juni nur noch um 8,7 auf 150,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war der Umsatz von Hello Fresh von deutlich niedrigerem Niveau noch um mehr als 20 Millionen Euro gewachsen.

Die Losung für 2017 werde ebenfalls „Die Verbesserung der Profitabilität“ bleiben, sagte Kimpel. Drei seiner Unternehmen sollen bis Ende des kommenden Jahres die Gewinnschwelle überschreiten. Und wenigstens dieses Versprechen will Rocket wirklich einhalten.

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  • Rocket Internet, ein schöner Name und so voller Verheißung ans Nirvana.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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