Rote Zahlen Neue Smartphones können Nokia nicht retten

Die Smartphone-Verkäufe ziehen zwar an, doch Nokia kommt nicht aus der Verlustzone. Der finnische Handy-Pionier läuft der Konkurrenz immer noch deutlich hinterher. Besserung ist kaum in Sicht.
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Nokia-Chef Stephen Elop kann den Handy-Konzern nicht aus Verlustzone manövrieren. Quelle: Reuters

Nokia-Chef Stephen Elop kann den Handy-Konzern nicht aus Verlustzone manövrieren.

(Foto: Reuters)

Helsinki/BerlinNokia hat im ersten Quartal 2013 trotz steigender Verkäufe seines neuen Smartphones Lumia rote Zahlen geschrieben. Der operative Verlust summierte sich noch auf 150 Millionen Euro, nachdem im Jahr zuvor noch ein Minus von 1,33 Milliarden zu Buche stand, wie der finnische Handy-Pionier am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz brach um 20 Prozent auf 5,85 Milliarden Euro ein. An der Börse warfen die Investoren ihre Aktien auf den Markt: Nokia-Papiere stürzten um mehr als elf Prozent ab, weil die Quartalszahlen schlechter als erwartet ausfielen.

Die Finnen haben sich mit Microsoft verbündet, dessen neueste Software beim Lumia verwendet wird. Trotzdem wird der zukunftsträchtige und margenstarke Smartphone-Markt weiter von Samsung und Apple dominiert. Nokia hat den Trend verschlafen und holt nun nur mühsam auf. Von Januar bis März wurden 5,6 Millionen Stück der Lumia-Serie abgesetzt. Im Weihnachtsquartal 2012 waren es 4,4 Millionen.

Es werde mit einem fortlaufenden Absatzwachstum gerechnet, hieß es. Apple mit seinem iPhone und Samsung mit den Galaxy-Modellen spielen jedoch weiter in einer anderen Liga. Experten gehen davon aus, dass der US-Konzern zu Jahrsbeginn knapp 37 Millionen iPhones verkauft hat und der südkoreanische Branchenprimus sogar über 61 Millionen Smartphones.

Nokia setzt immer noch überwiegend einfache Handys ab. Deswegen sagen Analysten dem Konzern schwierige Zeiten voraus. Denn die Nutzer steigen zunehmend auf die Alleskönner und zudem Tablet-PCs um. Im Smartphone-Bereich soll die Lumia-Reihe die Wende bringen.

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8 Kommentare zu "Rote Zahlen: Neue Smartphones können Nokia nicht retten"

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  • Die Nokia Lumia Modelle werden ab dem 2. Quartal 2013 die gesamte Preisspanne von 199 EUR (Nokia Lumia 520) bis zu 599 EUR beim Spitzenmodell Nokia Lumia 920 abdecken. Die Nokia Lumias 520, 620, 720, 820 und 920 verwenden Windows Phone 8. Sie verfügen über Microsoft Office und weltweite kostenlose offline Karten mit turn-by-turn Navigation (keine Datengebühren bei Nutzung im Ausland). Hinzu kommt das kostenlose Musik-Streaming mittels Nokia Musik & Mixed Radio. Alle Lumias unterstützen NFC haben eine Dual Core Prozessor. Bei den meisten Modellen kann man ein externe SD Speicherkarten bis 64 GB einfügen und den Akku wechseln. Der Snapdragon Dual Core Prozessor sorgt für ordentlich Dampf. Bluetooth und Micro USD Anschlüsse. Kabelloses laden. Selbst das Einsteigermodell ist dem etwas obsoleten Gerät aus Cupertino fast ebenbürtig, teilweise sogar überlegen. Nur zur Info. Der Gewinn ging bei Apple um 27,5% zurück und der Umsatz ebenfalls um 20% (QoQ).

  • Im Gegensatz zu allen anderen Handyherstellern hat Nokia versucht die Produktion in Europa zu halten. Der ehrliche Kunde und Käufer vergisst sowas nicht!

  • rumbleura: Zafira auch zum Weitwurf verwenden! Aber immerhin zahlt Bochum stolze Vortragshonorare!Aber sonst: Schulden und Tristesse.

  • Die dümmste Idee war es auf das Microsoft-Betriebssystem zu warten, anstatt einfach Androids zu verkaufen. Die gehen weg wie warme Semmeln.
    Aber das wäre ja zu einfach gewesen.

  • Seit Bochum nutze ich Nokia Produkte nur zum Weitwurf. Auch mein Opel Zafira war mein letzter Opel.

  • Das immer Mantra-artige Wiederholen der Vergangenheit, macht das Heute nicht verständlicher. Als ob es den Weltmarkt interessieren würde, dass in Bochum ein Nokia-Werk geschlossen wurde. Dass die ehemaligen Beschäftigten das nicht vergessen werden, kann ich nach vollziehen.

    Wie im Artikel beschrieben, hatte es Nokia verpasst eine marktfähige Smart Phone-Alternative zu präsentieren. iPhone (hochpreisig) und die vielzähligen Android-Versionen (niedrigpreisig bis oberes Segment) werden ihren Vorsprung nicht so schnell verlieren.
    Technologisch kann Nokia im Smart Phone Segment zwar problemlos mithalten. Auch was die Abdeckung unterschiedlicher Preissegmente betrifft. Es hat allerdings einige Zeit gedauert bis eine breitere Verfügbarkeit in den Vertriebskanälen (Mobilfunk-Anbieter) z.B. in Europa zu sehen war.
    Und dann ist da noch der bekannte Effekt, dass das persönliche Umfeld wichtig ist. Entsprechend fallen die Empfehlungen aus, wenn's um den Kauf eines neuen Smart Phones geht.

    Ob Nokia den Atem haben wird und der Nutzer erkennt, dass auch sonstige gute Geräte ausserhalb der iPhone/Android-Palette gibt, steht auch für mich in den Sternen.

  • Das ist die Strafe dafür, das jahrelang deutsche Steuergelder eingesackt worden sind und der Konzern sich dann nach Rumänien aus dem Staub gemacht hat. Der ehrliche Kunde und Käufer vergisst so etwas nicht !

  • Den Marktanteil wird Nokia nicht so einfach ausbauen können.
    Nokia müsste sich etwas neues überlegen, wie sie an Apple und Samsung herankommt, z.B. mit einer ProduktInnovation.
    Die Barreserven und Patente haben die Finnen noch um ein klares Zeichen zu setzen.
    So kann es nicht weiter gehen.

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