Rückbesinnung
„Wir haben bei IBM zu viel über Service geredet“

Der IT-Konzern IBM will künftig seine Rolle als Anbieter von Technologie wieder stärker in den Mittelpunkt stellen: „Wir haben bei IBM zu viel über das Servicegeschäft geredet und dadurch den Bereich Dienstleistungen überbetont“, sagte Deutschland-Chef Johann Weihen dem Handelsblatt.

HANNOVER. „Das Geschäft von IBM hat jedoch drei Säulen: Hardware, Software und darauf aufbauend Services“, so Weihen. Dabei mache die Entwicklung neuer Technologien den Herzschlag des Unternehmens aus, so Weihen, der seit September 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH ist.

Unter der Führung von IBM-Chef Sam Palmisano hat sich IBM in den vergangenen Jahren zum globalen Marktführer für IT- Services entwickelt. Besonders durch die Übernahme des Beratungsgeschäfts von PricewaterhouseCoopers (PWC) mit 3  000 Unternehmensberatern im Jahr 2002 hat die Servicesparte Global Services bei IBM an Einfluss gewonnen. In 2005 kamen 47 Milliarden Dollar, sind 52 Prozent des IBM-Gesamtumsatzes, aus dem Service-Geschäft.

Nun scheint das Pendel bei Big Blue auch in der US-Zentrale in Armonk bei New York wieder stärker in Richtung Software und Hardware auszuschlagen. So haben Hardware und Chipentwicklung trotz des Verkaufs der Speicherhardware und der PC-Sparte an den chinesischen Konzern Lenovo laut Weihen langfristig einen festen Platz bei IBM. „Wir geben zwischen fünf und sechs Milliarden Dollar pro Jahr für Technologieentwicklung aus.“ Denn die Entwicklung von neuen Technologie im eigenen Unternehmen unterscheide IBM langfristig von Wettbewerben, so Weihen.

Als Beispiel nannte er die Entwicklung des Cell-Prozessors, den IBM eigentlich für den Einsatz in Spielekonsolen entwickelt hat, den der Konzern nun aber für den Einsatz in Hochleistungs-Computern weiterentwickelt, die unter anderem in der Röntgendiagnostik zum Einsatz kommen.

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