Rückgang bei Datenbank-Programmen
Software-Gewinn bricht zum Jahresauftakt ein

Umsatz und Gewinn der Software AG brechen im ersten Quartal ein. Grund dafür ist der Konzernumbau. Seit vergangenem Jahr setzt das Darmstädter Unternehmen voll auf Software zur IT-Systemintegration.
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DüsseldorfWährungseffekte und der laufende Konzernumbau haben die Software AG zum Jahresauftakt belastet. Der Gewinn brach in den ersten drei Monaten ein. Auch der Umsatz schrumpfte, wie das Darmstädter Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Vorstand bekräftigte dennoch seine Jahresziele, die für 2014 einen um Sondereffekte wie Verkaufsgewinne bereinigten Anstieg des operativen Ergebnisses von zwei bis sieben Prozent vorsieht. 2013 hatte das Software-Haus operativ 260,7 Millionen Euro verdient. Die Anleger reagierten dennoch enttäuscht: Die Aktie verlor 3,7 Prozent auf 26 Euro und gehörte damit zu den größten Verlierern im TecDax.

In den ersten drei Monaten sanken die Erlöse um sieben Prozent auf 208,9 Millionen Euro. Die negativen Währungseffekte dabei bezifferte der Vorstand mit knapp zehn Millionen Euro. Operativ sank das Ergebnis (Ebit) um ein Viertel auf 30,5 Millionen Euro und das Nettoergebnis um ein Drittel auf 18,6 Millionen Euro.

Während das traditionelle Datenbankgeschäft und der Geschäftsbereich Consulting zurückgingen, legte der größte Geschäftsbereich Business Process Excellence (BPC) währungsbereinigt um elf Prozent auf 95,3 Millionen Euro zu. „Zunehmend mehr Kunden investieren in innovative Softwarelösungen, um damit die Digitalisierung ihres Geschäfts durch neue Prozessmanagement- und Integrationslösungen voranzutreiben“, sagte Firmenchef Karl-Heinz Streibich.

Die Firma sattelt um von ihrem traditionellen, jedoch absterbenden Geschäft mit Datenbank-Programmen auf Software zur IT-Systemintegration und Prozessoptimierung. Den Rest ihres SAP-Beratungsgeschäfts stößt die Firma ab und nimmt dafür in diesem Jahr ein langsameres Gewinnwachstum in Kauf. Den seit 2013 laufenden Konzernumbau lässt sich der Vorstand einiges kosten: Nachdem bereits 2013 zusätzlich rund 50 Millionen Euro in Marketing und Vertrieb sowie 113 Millionen in Zukäufe investiert wurden, legte er im ersten Quartal nochmals 49,1 Millionen Euro für den Geschäftsausbau von BPE auf den Tisch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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