Rückkehr von Nickelodeon
Kinderkanal erwartet Konkurrenz

Es ist die Heimat vom depressivem Brot Bernd, dem Sandmännchen und der Maus - der KiKA. Doch dem Kinderprogramm von ARD und ZDF droht neue Konkurrenz. Geschäftsführer Frank Beckmann rechnet mit der Rückkehr des amerikanischen Kindersenders Nickelodeon.

HB HAMBURG. „Wir müssen uns in der kommenden Gebührenperiode auf einen Markt mit deutlich mehr Wettbewerb einstellen“, sagte KiKa-Geschäftsführer Frank Beckmann in Hamburg. Sein Sender ist derzeit der einzig öffentlich-rechtliche Kinderkanal in Deutschland und bestreitet sein Programm mit einem Jahresetat von rund 65 Millionen

Euro.

Beckmann geht davon aus, dass nach dem Kauf der Viva AG durch den US-Konzern Viacom nicht weiterhin vier Musikkanäle (MTV, MTV Pop, Viva und Viva plus) in Deutschland betrieben werden. Die Vermutung liege nahe, dass Viacom sein Kinderprogramm Nickelodeon wieder in Deutschland einführen werde. „Dabei wurde der Sender kurz nach unserer Gründung vor sieben Jahren eingestellt mit dem Hinweis, dass der deutsche Markt zu viele Kinderangebote habe“, sagte Beckmann.

Der Ki.Ka-Geschäftsführer geht ebenfalls davon aus, dass im Hause ProSiebenSat.1 neue Bestrebungen zu einem Kinderkanal im Gange sein. „ProSieben und Sat.1 haben ihre Kinderprogramme stark zurückgefahren“, sagte Beckmann. „Dabei war Hauptgesellschafter Haim Saban selbst früher auf dem Sektor Kinderprogramme sehr aktiv und dürfte auf der Suche nach neuen Abspielplattformen sein.“

Am 23. August startet der Erfurter Sender ein neues Format mit dem Titel „KiKa live“, in dem die jungen Zuschauer ihre Probleme und Fragen in direktem Kontakt zu den Moderatoren Pia Ampaw, Karsten Blumenthal und Lukas Koch loswerden können. In der bereits laufenden Sendung „KiKa-Kummerkasten“ haben sich bereits 7000 Kinder an den Sender gewandt. Hinzu kommen rund 70  000 E-Mails im Monat.

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