Rückzug aus Receiver-Geschäft
Premiere strebt IPO an

Der Bezahlsender Premiere schreibt zwar weiter Verluste, nähert sich aber langsam der operativen Gewinnschwelle an. Der Börsengang wird im kommenden Jahr ins Auge gefasst. Nach Worten von Konzernchef Georg Kofler beginnen zur Jahresmitte die Vorbereitungen für einen Börsengang.

HB MÜNCHEN. Die Auswahl der Banken und Berater solle in den kommenden Wochen getroffen werden, sagte Kofler am Donnerstag im Interview mit Reuters in München. „Wir werden Mitte des Jahres mit den Vorbereitungen beginnen.“ Der Börsengang (IPO) solle wie geplant 2005 über die Bühne gehen, „wenn es einigermaßen geht und das Börsenumfeld es zulässt“. Einen IPO zum Ende des laufenden Jahres schloss Kofler allerdings nicht aus, auch wenn dies „eher unwahrscheinlich“ sei. „Vorbereitet sein ist alles.“

„Premiere hat im ersten Quartal 2004 seinen Aufwärtstrend fortgesetzt“, sagte Kofler. „Wir haben keinen Anlass, von unseren Zielen abzurücken.“ Der Sender werde im laufenden Jahr die Marke von 3,2 Mill. Abonnenten erreichen und ab dem zweiten Quartal nachhaltig schwarze Zahlen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwirtschaften. Die ersten sechs Monate wolle Premiere mit einem operativen Gewinn abschließen.

Derzeit wird das Ergebnis der Münchener noch durch hohe immaterielle Abschreibungen (Goodwill) belastet, die jährlich mit rund 111 Mill. € zu Buche schlagen. Dennoch soll der Sender nach Koflers Worten im kommenden Jahr „auf jeden Fall“ auch unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben.

Im Auftaktquartal 2004 verringerte sich der operative Verlust (Ebitda) von Premiere auf 2,7 Mill. € nach 8,5 Mill. € im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich weitete sich das Minus wegen höherer Abschreibungen und Zinszahlungen auf 48,5 (Vorjahr 36,5) Mill. € aus.

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