Runder Tisch angekündigt
BenQ-Insolvenzverwalter plant Auffanglösung

Der Insolvenzverwalter der deutschen BenQ Mobile treibt die Einrichtung einer Beschäftigungsgesellschaft für die betroffenen 3 000 Mitarbeiter der ehemaligen Siemens-Handysparte voran.

HB MÜNCHEN. Er habe für Donnerstagnachmittag hochrangige Vertreter der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Bayern, von Siemens, der Bundesagentur für Arbeit und der IG Metall eingeladen, teilte Martin Prager am Dienstag mit. Er folge damit einer Anregung des Siemens-Konzerns. In dem Gespräch soll es um die Einrichtung einer Beschäftigungsgesellschaft für die von der Arbeitslosigkeit bedrohten BenQ-Mitarbeiter in Deutschland gehen. „Im Rahmen der angestrebten Auffanglösung soll den von der Insolvenz und der notwendigen Restrukturierung des Unternehmens betroffenen Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive geboten werden“, teilte Prager mit.

Siemens hatte die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für entlassene Mitarbeiter angeregt. Der Konzern wäre dabei grundsätzlich auch bereit, das Geld aus seinem 35-Millionen-Euro-Härtefonds dafür zur Verfügung zu stellen. Eine solche Auffanggesellschaft müsste unter dem Dach der insolventen BenQ Mobile GmbH & Co. OHG eingerichtet werden.

Der taiwanesische BenQ-Konzern hatte seiner deutschen Tochter den Geldhahn zugedreht und die frühere Handysparte von Siemens in Deutschland so in die Insolvenz geschickt. BenQ Mobile beschäftigt in den Werken in Nordrhein-Westfalen und in der Münchner Zentrale mehr als 3000 Menschen. Selbst bei einer Fortführung des Betriebs aus der Insolvenz heraus rechnen Arbeitnehmervertreter mit einem massiven Stellenabbau.

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