Rundfunkgebühren: Der GEZ-Gebühr droht das Aus

Rundfunkgebühren
Der GEZ-Gebühr droht das Aus

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer wollen eine grundlegende Reform der Finanzierung von ARD und ZDF diskutieren, im Raum steht eine pauschale Haushaltsabgabe anstelle der geräteabhängigen Gebühr. Die Privatsender fordern eine solche Reform schon seit langem. ARD und ZDF bewerten die Pläne zurückhaltend.
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DÜSSELDORF. Der GEZ-Gebühr zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks droht das Aus. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer diskutieren in dieser Woche bei ihrem Treffen eine grundlegende Reform der Finanzierung von ARD und ZDF. Als Alternative zu der geräteabhängigen Gebühr könnten sie eine Haushaltsabgabe einführen. Statt nach Endgerät gestaffelt würden Haushalte dann pauschal eine Medienabgabe entrichten, mit der die Nutzung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abgegolten wäre.

"Die Diskussion steht aber noch ganz am Anfang. Es gibt noch keine Vorentscheidung", sagte Martin Stadlmaier (SPD), rheinland-pfälzischer Staatssekretär, dem Handelsblatt. Der Vertraute von Ministerpräsident Kurt Beck, Chef der Rundfunkkommission der Länder, wird am Donnerstag zu einer Reform der GEZ-Gebühr im Kreis der Länderchefs referieren. Eine Reihe von Bundesländern hat sich bereits für die Umstellung auf eine Haushaltsabgabe ausgesprochen. Auch die Privatfunker üben Druck aus. "Für die Zukunft kommt nur noch eine Haushaltsabgabe in Frage", sagt Jürgen Doetz, Präsident des privaten Rundfunkverbands VPRT. Er hofft, über eine Haushaltspauschale die Einnahmen der Öffentlich-Rechtlichen leichter eingrenzen zu können. Andernfalls droht durch neue Empfangsgeräte wie iPhones oder Laptops eine Ausweitung des Gebührenzahlerkreises.

Bisher zahlen Nutzer in Deutschland die Gebühr auf Basis ihrer vorhandenen Empfangsgeräte. Dieses in Europa einmalige System ist umstritten. Fernsehkonzerne wie RTL und Pro Sieben Sat 1 favorisieren seit langem eine Medienabgabe pro Haushalt. "ARD und ZDF wollen auf allen Plattformen im digitalen Zeitalter präsent sein, deshalb wäre eine Haushaltsabgabe eine logische Konsequenz", sagt der frühere Pro Sieben Sat1-Vorstand Doetz.

Für ARD und ZDF hat die in der Rundfunkgeschichte einmalige Reform größte Bedeutung. Im vergangenen Jahr haben sie 7,26 Mrd. Euro an GEZ-Gebühren eingenommen. Doch die öffentliche Akzeptanz der Gerätegebühr sinkt.

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Kommentare zu " Rundfunkgebühren: Der GEZ-Gebühr droht das Aus"

Alle Kommentare
  • Das wurde auch zeit der deutsche Bevölkerung wird gezwungen das zu machen was angeblich gut sei. Gebühre zu zahlen von 18 Euro das muss man sich überlegen, wo soll ich anfangen zu Sparen??? Alles hat sich Verteuert aber die Gehälter sind gleich geblieben. 8 Milliarden im Jahr ein fach so zu verdienenen ta wird natürlich GEZ sich Wehren. Kein TV-Sender Welt Weit verdient so Viel nicht mal Porno Industrie. Abzockerei PUR .Einfacher wäre wenn ZDF u ARD die Sender verschlüsselt und zum Verkauf Box als 2 jährigen Vertrag machen würden so wie SKY oder ehemalige Premiere.So dann könnte mal sehen wer schon ARD u ZDF anschauen wird:)))

  • Kann Andreas K. nur zustimmen, gehe allerdings noch nen Schritt weiter. Nämlich, dass man nur für die Sendungen bezahlt, die man sich auch ansieht.
    Somit wäre bald Schluss mit diesen nervtötenden Telenovelas, Castingsshows und sonstigen Mist der meistens zur besten Sendezeit läuft.

  • Gegen EiNEN unabhängigen Sender hätte ich ja nichts einzuwenden. Aber 23 Fernseh und 66 Radiosender!?
    bei einer Reduktion auf 1 Radio und 1 Fernsesender der für eine objektive berichtersttaung mehr als ausreicht würden die Gebühren mal ganz schnell von 18€ pro Monat auf unter 1€ pro Monat sinken.

    Dazu kommt noch folgendes: Wieso muss ich für etwas zahlen dass ich nicht will oder brauche! Zwangsgeld ist tiefstes Mitelater. Sicherung über Passwort oder Decoder aber einfachste Technik des letzten Jahrzehnts... also sollte gebühren nur der Zahlen der ÖR sehen will.
    Dann zeigt sich vollkommen demokratisch ob auch wirklich bedarf da ist! Wenn nicht, dann haben wir in den letzten Jahren einen 3 stelligen Milliardenbetrag zum Fenster rausgeworfen!

  • GEZ und GEMA sind durch internet und globalisierung
    vom Aussterben bedroht. Und das find ich sehr gut.
    Die haben nur noch eine Daseinsberechtigung wenn sie deutlich billiger und werden und sich auf das allernötigste beschränken. Aber wie immer wenn es um viel Geld geht ist an einer vernünftigen Lösung
    niemand interressiert.
    bis dahin rate ich allen, GEZ abmelden!!!

  • Ohne Zweifel geht die Art und Weise der GEZ-Eintreiberei so nicht an. Aber man bedenke folgendes:

    Zwei Dinge sprechen aus Sicht der biene-Maja-Regierung gegen die GEZ-Gebühr:

    1. Ein attraktives Fernsehprogramm der öffentlich-rechtlichen verhindert, den Verkauf privater Programme. in anderen Ländern muß ich 100€ pro Monat und mehr für Fernsehangebote der Privaten ausgeben, dies ist hier nicht durchsetzbar. Und natürlich setzt sich die Partei der besserveredienenden dafür ein, das öffentlich rechtliche zu zerstören, um ihrer Klientel auf diesen gebiet die gewünschten Einnahmen zu bescheren. Murdoch und Co werden hinter den Kulissen entsprechend Druck machen.
    Wo das werbefinanzierte Privatfersehen hinführt sehen wir an pro7, hier sitzt ein Finanzinvestor am Ruder und hat kürzlich wieder eine riesige Geldsumme gestohlen mit der Konsequenz, daß die Hälfte der Ausgaben gestrichen werden mußte. Die Qualität kann jeder selbst beurteilen, viel außer Shows und Werbung bleibt da nicht mehr.

    2. Die öffentlich rechtlichen äußern sich recht kritisch zu aktuellen Themen: Schweinegrippe, betrug an den Verbrauchern, Kritik an der Regierung. Alles Dinge die die Kreise die hinter FDP/CDU stehen nicht wünschen. Und so ist die Zerstörung der öffentlich rechtlichen über den Weg des Entzuges der finanziellen basis schon sehr verlockend. Ein bischen Werbung dafür in den Privaten und die dumme Masse jubelt.
    Und bald haben wir italienische Verhältnisse, eine Gleichschaltung der Medien wie sie keiner will.

    Wehret den Anfängen!!!

    Die öffentlich-rechtlichen sind ein hohes Gut und wir sollten genau überlegen, ob wir auf die geistig mittelmäßigen Argumente der Reichen und Einflußreichen der Wirtschaft und ihrer Lobbyverbände hereinfallen.
    Übrigens, es ist ein irrglaube, daß die Privaten kostenlos sind. Die Gebühren zahlen wir über Werbekosten der beworbenen Produkte. Wir alle, ob wir dann die Privaten ansehen oder nicht. ist auch eine Art der Zwangseintreibung.

  • eine wirklich alte werbung für die gez war und ist dennoch sehr zutreffend für diese gebühr. so hieß es in dem werbespot: wir haben zwar keine gaudi in der lederhose, dafür haben wir einen reporter in tokio, feuerland und london. allein das rechtfertigt diese gebühr! über die höhe ließe sich streiten ! überparteilich,ungebunden,objektiv wird mit diesem geld garantiert ! dem ekelhaft/schleimigen privatfernsehn, allen voran sat 1 ist eine solche umfassende berichterstattung leider nix wert.

  • Warum muss ich überhaupt Rundfunkgebühren zahlen. Das es anders geht, zeigen die sehr schlechten privaten Sender. Aber jetzt zu behaupten, die öffentlich rechtlichen sind ja auch besser, liegt völlig falsch. Trotz horrender GEZ Einahmen wird ein Uraltprogramm gesendet, das ich als Kind in den 60 er Jahren schon gesehen habe (Hura, die Schule brennt, ha,ha).
    Weiterhin werden alle abgehalfterten Moderatoren von den Privaten und auch die ekelhaften, niveaulosen Sendungen von den Privaten übernommen bzw. nachgedreht.
    Also sind die öfentlich rechtlichen nur ein Luxussozialamt, das Luxus- Hartz-iV bezahlt.

  • kurz und bündig:

    zu hohe Gehälter auf Seiten der öffentlich rechtlichen
    zu komplizierter Tarif

    Lösung:
    Gehälter DEUTLiCH senken. Ein Nachrichtensprecher kann sich auch mit nur " 100.000 € " brutto im Jahr zufrieden geben.

    Eine Pauschale halte ich für sinnvoll. wer sich ständig neue technische Geräte anschafft und somit den Umsatz von Unternehmen fördert / Arbeitsplätze sichert, der sollte nicht durch zusätzliche belastungen abgestraft werden.
    Eine Pauschale ist einfach zu handhaben und man kann sich tausend iphones kaufen und muss nicht um den faktor 1000 mal diese Gebühr entrichten.

  • Es ist in der Tat hahnebüchen, mit welchen Drückerkolonnen-Mitteln die GEZ-Gebühren-Eintreiber arbeiten. Mir selbst wurde bei 5 (!) besuchen versucht, eine gewerbliche Rundfunkgebühr für ein komplett privat genutztes Fahrzeug anzudrehen - der Mann hat auch auf meine logischen Einwände dazu, darauf beharrt, dass ich trotzdem verpflichtet sei dies gewerblich zusätzlich zu zahlen. Und ich konnte den Herrn auch nur dadurch loswerden, dass ich erst seinen Antrag unterschrieb und ich ihn dann per Fax sofort widerrufen habe. Wie weit sind wir denn in diesem Rechtsstaat, dass man zu solchen Mitteln greifen muss, nur um nicht wehement von GEZ-Abzockern belästigt zu werden, die eigentlich verklagt werden sollten für ihre Mittel?
    Die Festsetzung nach Anzahl Geräten ist im Medienzeitalter zudem tatsächlich herzlich überholt - ich arbeite im Multimedia-bereich und bin ein gutes beispiel für die neue Generation, die informationen und Unterhaltung nur noch zu einem winzigen bruchteil aus dem klassischen Rundfunk bezieht.

  • ich sehe nicht ein, wieso ich mit meinen Gebühren Exorbitante Gehälter finanzieren soll. Mit welchem Recht erhalten Nachrichtensprecher oder Sportreporter 600.000-800.000 €. Wieso muß uns ein Schlossherr "Wetten-Dass" präsentieren. Als wenn es keine Alternativen gäbe. Über alle Skandale berichten die Medien ausgiebig. Aber über die überzogenen Gehälter wird einstimmig geschwiegen.
    "Wir sind die Gebührenzahler".

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