Saban stundet die Verzugszinsen: Verdi lehnt Ministererlaubnis für Springer ab

Saban stundet die Verzugszinsen
Verdi lehnt Ministererlaubnis für Springer ab

Eine Ministererlaubnis für die geplante Übernahme von Pro Sieben Sat 1 durch den Zeitungskonzern Axel Springer stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf Widerstand. „Es kann nicht sein, dass eine Regierung einen Medieninvestor auswählt“, sagte Martin Diekmann, Medienexperte der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF/FRANKFURT. Die Gewerkschaft warnte insbesondere vor einer Benachteiligung ausländischer Investoren. „Wir haben eine Internationalisierung der Wirtschaft. Warum sollte dann im Fernsehbereich ein ausländischer Investor benachteiligt werden?“, fragte der Gewerkschafter. Dies verstoße gegen die Gleichbehandlung von in- und ausländischen Investoren nach EU-Recht.

Zuletzt hatten sich Unionspolitiker wie der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber dafür stark gemacht, dem „Bild“-Konzern über eine Sondererlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) die Fusion mit der Sendergruppe (Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1, N 24, Neun Live) zu ermöglichen. Die drei Mrd. Euro teure Übernahme wird vom Kartellamt und der Medienkommission KEK wegen der Werbe- und Meinungsmacht von Springer abgelehnt. Das Kartellamt wird am Dienstag in Bonn die Gründe für die Ablehnung der Übernahme bekannt geben.

Springer hatte überraschend am Montag vor einer Woche sein Angebot zurückgezogen, den Sender Pro Sieben aus der Sendergruppe herauszulösen, und damit ein Veto der Wettbewerbsbehörde provoziert. Der Zeitungskonzern wollte eine Genehmigung mit zu einschneidenden Auflagen durch das Bundeskartellamt wie dem Verkauf des Gewinnbringers Pro Sieben umgehen. Nach dem Veto des Bonner Kartellamts hat der Springer-Verlag nun die Möglichkeit, eine Ministererlaubnis zu beantragen, um die Übernahme zu realisieren.

Seite 1:

Verdi lehnt Ministererlaubnis für Springer ab

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%