Saban verhandelt mit Finanzinvestoren
Verkaufsgerüchte treiben Pro Sieben-Aktie hoch

Der Hollywood-Milliardär Haim Saban verhandelt mit Finanzinvestoren über den Verkauf des Fernsehkonzerns Pro Sieben Sat 1. „Ein Abschluss ist nur eine Frage des Preises“, sagte ein Insider. Die Verkaufsgerüchte trieben am Freitag den Kurs der Sendergruppe ( Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1, N 24, Neun Live) nach oben. Die Aktie stieg um 3,30 Prozent auf 22,54 Euro.

DÜSSELDORF. Ursprünglich wollte der Zeitungskonzern Axel Springer („Bild“, „Welt“, „Hörzu“) den Fernsehkonzern kaufen. Doch die Übernahme scheiterte vor drei Monaten an kartellrechtlichen Hürden. Das Risiko einer Ministererlaubnis wollte Springer-Chef Mathias Döpfner nicht eingehen.

Saban hält sich derzeit in Deutschland auf. Er führte in München und Berlin mehrere Gespräche mit Medienunternehmern und Investoren, berichten Verhandlungspartner. Ob es zu einen Abschluss kommt, ist weiter unklar. Nach Informationen aus Münchener Branchenkreisen habe es am vergangenen Mittwoch eine Präsentation des Managements mit potenziellen Käufern gegeben, darunter seien Frankreichs größter Fernsehkonzern TF1 und die Finanzinvestoren KKR und Permira gewesen, sowie ein Konsortium aus der Private-Equity-Gesellschaft Apax und Goldman Sachs.

Die Verhandlungen mit den Finanzinvestoren und Goldman Sachs sind nicht überraschend. Bereits in der Vergangenheit wurde KKR, aber auch andere Wagniskapitalgeber als Interessenten genannt. KKR gehört der in Luxemburg ansässige Fernsehkonzern SBS Broadcasting. Das börsennotierte Unternehmen ist vor allem in Skandinavien und Osteuropa im Fernsehgeschäft engagiert. Vorstandsvorsitzender ist Markus Tellenbach, früher Chef des Bezahlfernsehens Premiere.

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