Sachsen ist weiterhin für Qimonda da

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Sachsen ist weiterhin für Qimonda da

Das Land Sachsen will dem insolventen Speicherchiphersteller Qimonda weiter unter die Arme greifen. Wie das genau aussehen könnte, ist so kurz nach dem Insolvenzantrag noch offen.

HB DRESDEN. "Der Freistaat ist nach wie vor grundsätzlich bereit, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen", sagte Regierungssprecher Peter Zimmermann am Dienstag in Dresden nach einer Kabinettssitzung.

Wie das Land helfen könne, sei so kurz nach dem Insolvenzantrag vom Freitag aber noch offen. "Das Heft des Handelns liegt beim Insolvenzverwalter", sagte Zimmermann. Ziel bleibe es, die Technologie in Sachsen zu halten und die Arbeitsplätze bei Qimonda zu sichern.

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffe hatten darüber am Mittag in Dresden beraten. Es habe sich um einen ersten Gedankenaustausch gehandelt, sagte Zimmermann. Jaffe wollte die Mitarbeiter in Dresden am Dienstag über den Stand der Rettungsbemühungen informieren. Am Montag hatte er gesagt, Qimonda brauche zum Überleben rasch einen zahlungskräftigen Investor.

Der Speicherchiphersteller beschäftigt in seinem Dresdner Werk rund 3 200 Menschen, weltweit sind es 12 000. Vor der Insolvenz von Qimonda hatte Sachsen ein Darlehen über 150 Millionen Euro angeboten; das Mutterhaus Infineon wollte 75 Millionen Euro Kredite beisteuern, Portugal weitere 100 Millionen.

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