Salesforce-Chef Benioff
Ein Wolkenstürmer nimmt Microsoft ins Visier

Der IT-Unternehmer Marc Benioff geht mit Cloud Computing auf Ganze: "Chatter" heißt die neue Software, mit der er die Branchengrößen Microsoft, Oracle und SAP frontal angreifen will. Mit seiner Firma Salesforce hat Benioff bereits eine Wachstumsstory hingelegt. Wenn der Erfolg anhalten soll, muss Benioff potenzielle Kunden vor allem von einem überzeugen: Dass ihre Daten bei ihm sicher sind.
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SAN FRANCISCO. Marc Benioff liebt Erfolgsgeschichten. Und er liebt es, sie zu erzählen. Geschlagene zweieinhalb Stunden lang spricht der Hüne zur Eröffnung der "Dreamforce"-Konferenz im Moscone-Center in San Francisco, dem pompösen Jahresevent seines Konzerns Salesforce.

19 000 Teilnehmer hören ihm zu, und Benioff macht es spannend. Etwas Faszinierendes gehe vor in der Softwareindustrie, sagt er, und Salesforce werde heute "die größte und wichtigste Ankündigung" der Firmengeschichte machen.

Was Benioff nach zwei Stunden dramatisch aufgebauschter Software-Show schließlich vorstellt, ist eine Art Facebook für Unternehmen, eine Kollaborations-Software, in der Mitarbeiter über Kurzmeldungen, Chats, Statusmeldungen und Dokumentenaustausch zusammenarbeiten können. "Warum weiß ich mehr über Ashton Kutcher als über meine eigenen Mitarbeiter?", habe er sich gefragt. Und der Salesforce-Plattform ein soziales Netzwerk verpasst.

"Chatter" heißt die neue Software, ihr Logo ist ein plauderndes Gebiss. Man kann das auch als Angriff verstehen: Salesforce will die Konkurrenz auffressen. Genau das hat Benioff vor. Und sein Speiseplan ist delikat. Auf Microsoft, Oracle, SAP hat er es abgesehen, die ganz Großen in der Software-Industrie.

Vor ihnen wolle er "die Kunden schützen", sagt er in gewohnt provokanter Manier. Denn ihre Software sei schon so gut wie tot. Cloud Computing sei das Paradigma der Zukunft, die IT aus der "Wolke" also.

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