Samsung auf dem Mobile World Congress
Mit Mark Zuckerberg in die virtuelle Realität

Samsung zeigt auf dem Mobile World Congress ein neues Galaxy-Smartphone, das wasserdicht ist und länger durchhält. Doch noch lieber träumt der Konzern von der virtuellen Realität – und ein Überraschungsgast träumt mit.
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BarcelonaWorum es an diesem Abend gehen soll – daran lässt Samsung keinen Zweifel: Auf jedem Stuhl in den engen Reihen liegt ein breites Brillengestell mit weißem Rahmen, dessen Sichtbereich eine schwarze Blende abdeckt. Die Besucher, die in den Saal strömen, sollen es schon mal an- und ausprobieren, bevor es losgeht. Ein wichtiger Hinweis: „Please, please don’t kick the Gear VR.“

Es ist eine ungewöhnliche Pressekonferenz, zu der Samsung am Vorabend des Mobile World Congress (MWC) einlädt. Ein Teil findet in der virtuellen Realität statt, in die die Besucher mit der Gear VR eintauchen – und als sie das Gerät wieder absetzen und Richtung Bühne blicken, steht dort auf einmal Facebook-Chef Mark Zuckerberg. „Die virtuelle Realität ist die soziale Plattform der Zukunft“, spricht der Überraschungsgast mehrfach ins Blitzlichtgewitter der Fotografen. Seine Euphorie hat ihren Grund: Sein Konzern hat die Firma Oculus VR gekauft, deren Technik auch Samsung einsetzt.

Die Botschaft des Abends: Samsung meint es ernst mit der virtuellen Realität. Natürlich stellt der Konzern wie erwartet sein Galaxy S7 sowie das verwandte Galaxy S7 Edge vor. Die neuen Spitzenmodelle dürften ihm in der nahen Zukunft schließlich Milliardenumsätze einbringen. Doch in einer nicht allzu fernen Zukunft soll auch VR zu einem großen Geschäft werden. Samsung will der Technik gemeinsam mit Facebook zum Durchbruch verhelfen – und gleichzeitig die Nutzer an sich binden.

Die virtuellen Welten entstehen durch einen optischen Trick: Der Zuschauer bekommt mit einem Bildschirm direkt von seinen Augen eine andere Welt vorgegaukelt. Wenn er den Kopf dreht oder hebt, ändert sich auch die Perspektive – wie im richtigen Leben. Die Teilnehmer der Pressekonferenz sehen in einer kurzen Demo mit der Gear VR, wie drei Jungs mit dem Fußball tricksen und dabei auch den Ball über ihren Kopf spielen.

„Man fühlt sich, als wäre man da“, sagt Zuckerberg, als er in der Mitte der Bühne steht. Derzeit werde VR vor allem für Spiele eingesetzt, aber das ändere sich, ist der Facebook-Chef überzeugt. So könnten junge Eltern den Freunden und Verwandten ihren Nachwuchs ganz lebensecht zeigen. Oder Büroarbeiter sich manche Dienstreise sparen, indem sie virtuell konferieren.

Dem echten Leben kommt die virtuelle Realität am nächsten, wenn ein leistungsfähiger PC sie entwirft – die Geräte Oculus Rift und HTC Vive setzen auf solche Highend-Hardware. Samsung will dagegen in Zusammenarbeit mit Facebook das Smartphone zum Tor in die virtuelle Welt machen – auch das wird immer leistungsfähiger. In das Gestell der Gear VR, die seit 2014 auf dem Markt ist, lassen sich einige Modelle als Bildschirm stecken, auch das neue S7 und S7 Edge

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