Samsung, Infineon, Micron,
Die Chipindustrie wächst rasant

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Warum sich die Firmen nicht zu sehr freuen sollten

In den vergangenen Jahren schien dieses Muster in der Branche überwunden. Vom stürmischen Wachstum war zwar nur noch wenig übrig, doch das Geschäft wurde berechenbarer. Zum Vergleich: Zwischen 1991 und 2000 verzeichnete die Industrie ein durchschnittliches jährliches Plus von knapp zehn Prozent. Seither beträgt da Umsatzwachstum im Schnitt nur noch vier Prozent. Vergangenes Jahr sind die Umsätze sogar lediglich um anderthalb Prozent geklettert.

Dieses Jahr ist das erstmals wieder anders. Eine riesige Nachfrage nach Speicherplatz trifft auf vollausgelastete Fabriken. Doch allzu sehr sollten sich die Firmen nicht über den Boom freuen. Denn die Gartner-Experten gehen davon aus, dass das Plus nächstes Jahr nur noch vier Prozent beträgt. 2019 gingen dann neue Fabriken in Betrieb, und der weltweite Umsatz werde sogar leicht fallen.

Aus dem extrem volatilen Geschäft mit Speicherchips sind die meisten Hersteller längst ausgeschieden. Infineon, Deutschlands größte Chipfirma, hat sich schon vor zehn Jahren davon verabschiedet. Heute teilen sich vier Konzerne fast 90 Prozent des Speichermarktes: Samsung und Hynix aus Korea, dazu kommen Toshiba aus Japan und der US-Konzern Micron. Diese vier Anbieter sind die größten Profiteure des diesjährigen Booms. Vor sieben Jahren kämpften noch 15 Speicherchiphersteller um die Kunden.

Allerdings rechnen auch Firmen wie Infineon mit anhaltendem, wenn auch nicht sprunghaftem Wachstum. Der Münchener Dax-Konzern verspricht den Investoren ein durchschnittliches jährliches Umsatzplus von acht Prozent. Für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr stellte Vorstandschef Reinhard Ploss sogar bis zu elf Prozent mehr Umsatz in Aussicht.

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Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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