Samsung steigert Gewinn
Das Galaxy S7 bringt die Wende

Samsung hat die Schwächeperiode seiner Smartphone-Sparte überwunden. Gewinne und Umsatz steigen wieder, während in der Ferne das Reich der Virtuellen Realität Hoffnung auf einen neuen Boom nährt.

TokioNach einem schwachen Jahr 2015 überrascht Südkoreas Apple-Rivale Samsung wieder die Märkte. Im zweiten Quartal ist der operative Betriebsgewinn im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 8,100 Billionen Won (6,3 Milliarden Euro) gestiegen, teilte Samsung am Donnerstag in einer ersten Bilanzschätzung mit. Das ist der beste Quartalsgewinn seit zwei Jahren und knapp zehn Prozent mehr, als die Analysten erwartet hatten. Der Quartalsumsatz stieg demnach um drei Prozent auf 50 Billionen Won (39 Milliarden Euro).

Die Investoren dankten die gute Nachricht. Im Morgenhandel stieg Samsungs Aktienpreis um 1,5 Prozent auf über 1,4 Millionen Won (1124 Euro). Dabei wird der Konzern wesentliche Parameter seines Betriebsergebnisses wie den Reingewinn und eine detaillierte Aufgliederung nach Sparten wie üblich erst Ende des Monats in seiner offiziellen Quartalsbilanz vorlegen.

Die Zahlen stärken die Hoffnung vieler Anleger, dass Samsungs neuer Chef Lee Jae-yong den steilen Sturz des Smartphone-Geschäfts aufgefangen und seinen Konzern wieder auf Wachstumskurz getrimmt hat. Seit Mitte Januar trieben sie Samsungs Aktienkurs um 27 Prozent empor.

Ein Grund für den Optimismus ist das Smartphone-Geschäft selbst, das derzeit Samsungs wichtigstes Standbein ist. Mit ihm ist Samsung endgültig vom Zulieferer elektronischer Bauteile zu einer globalen Marke aufgestiegen. Für einige Zeit waren die Koreaner sogar unbestritten der Weltmarktführer und hochprofitabel.

Doch die Jagd nach immer neuen Rekordgewinnen brach 2014 ab. Zuerst kostete die Produkt- und Preisoffensive chinesischer Hersteller Samsung Marktanteile und Margen. Das Abflachen des Smartphone-Booms verstärkte die Trends noch. In der Folge fiel Samsungs Mobilsparte, die zu Rekordzeiten 75 Prozent des Betriebsgewinn erwirtschaftet hatte, im firmeninternen Gewinnranking sogar hinter die Chipsparte zurück.

Lees Management-Team dünnte daraufhin das extrem breite Produktportfolio aus, strich massiv Jobs im hart umkämpften chinesischen Markt und setzte stärker auf Design. Bislang mit Erfolg: Seit dem Verkaufsstart der neuen Spitzenmodelle Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge Anfang des Jahres erholte sich auch das Geschäft.

Im ersten Quartal wurde die Informationstechnik- und Mobilsparte wieder der Gewinnkönig im Konzern. In diesem Quartal könnte ihr Gewinn sogar auf 3,4 Milliarden Euro angestiegen sein, schätzten Analysten vor der Samsungs Ankündigung.

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