Samsungs neue Smartwatch
Alles dreht sich um die Gear S3

Mit großem Spektakel hat Samsung am ersten Pressetag der IFA-Messe bei „Samsung unpacked“ seine neue Smartwatch enthüllt. Ist die Gear S3 den großen Aufriss wert? Was sie alles kann – und was nicht.

BerlinSchon eineinhalb Stunden vor der Veranstaltung stehen hunderte Besucher Schlange vor dem Tempodrom in Berlin. Schwitzend stehen sie in der Sonne, um sich von Samsung zeigen zu lassen, was das Unternehmen an diesem Abend auspackt: „Samsung unpacked“ heißt die Veranstaltung am ersten Pressetag der Messe IFA.

Dabei wissen eigentlich bereits alle, was da auf sie zukommen wird, bereits die Einladung hatte vermuten lassen, dass es um eine neue Smartwatch geht. Und dennoch wollen die meisten die Veranstaltung nicht verpassen. Schließlich ist der Konzern für Überraschungen gut: Bei der Präsentation einer neuen Virtual-Reality-Brille bei der Mobilfunkmesse in Barcelona Anfang des Jahres, stand auf einmal Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Raum.

Doch an diesem Mittwoch bleibt es bei der Uhr. Mit großem Getöse und Lichtspielen wird die Uhr gezeigt und mit viel Verve deren Vorzüge beschrieben. Der Autor des Blogs ablogtowatch, Ariel Adams, moderiert eine Paneldiskussion. Er und seine Gäste bemühen sich redlich, das Gespräch nicht abgelesen wirken zu lassen, während auf großen Tafeln und für alle sichtbar der Text abläuft.

Ist die neue Smartwatch den großen Aufriss wert? Samsung ist sehr bemüht, die Gear S3 wie eine echte Uhr aussehen zu lassen. Daher wird eine der wichtigsten Neuerungen Trägern von Analoguhren seltsam erscheinen: Die Uhr zeigt permanent die Uhrzeit an.

Bei den bisherigen Smartwatch-Modellen von Samsung und vielen Konkurrenten ist eine leichte Bewegung mit dem Handgelenk nötig, um das Display einzuschalten. Nun setzt Samsung die „Always-On“-Technologie, die vom Smartphone Galaxy S7 bekannt ist, auch bei der Gear S3 ein. Das erlaubt verstohlene Blicke aus dem Augenwinkel – und sieht mehr nach einem Zeitmesser aus.

Mit der Gestaltung beauftragte der Konzern den Schweizer Uhrendesigner Yvan Arpa, für das Zubehör ist der israelische Industriedesigner Arik Levy verantwortlich. Das Resultat: Mit rundem Gehäuse und geriffelter Umrandung ähneln beide Modelle den wuchtigen analogen Zeitmessern, wie sie derzeit angesagt sind – zumindest wenn nicht gerade ein Anruf im Display aufblinkt oder dort das Wetter zu sehen ist. Die Gear S3 Frontier hat ein schwarz-mattiertes Gehäuse, die S3 Classic ein silbernes.

Auch die voreingestellten digitalen Ziffernblätter nehmen Anleihen in der analogen Welt – mit klassischen Zeigern, Datumsanzeige und Sekundenstopp. Nicht zuletzt bemüht sich Samsung in Sachen Akkulaufzeit um eine vorsichtige Annäherung an analoge Uhren: Die neuen Modelle sollen drei bis vier Tage durchhalten, bevor sie wieder an die Steckdose müssen. Das ist für eine Smartwatch mit Display durchaus beachtlich.

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Die meisten Features sind bereits bekannt

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