Sanierung des koreanischen Unternehmens ist gelungen – Schulden werden zurückgezahlt
Gläubiger verkaufen Teile des Chipherstellers Hynix

Vier Jahre nach der Rettung des koreanischen Speicherchipproduzenten Hynix wollen die Gläubiger einen Teil ihrer Investitionen zu Geld machen. Innerhalb dieses Jahres soll ein Aktienpaket von 24 Prozent an Hynix verkauft werden, teilte die Korea Exchange Bank als Hauptgläubiger am Dienstag mit.

HB/bas TOKIO. Nach aktuellem Aktienkurs wäre dies gut 1,7 Mrd. Euro (2,2 Billionen Won) wert. Zugleich lassen die Gläubiger, die nach dem Verkauf noch 50 Prozent an Hynix halten werden, den Chipbauer wieder an die lange Leine. Das Management bekam am Dienstag mit der vorzeitigen Rückzahlung von Schulden die volle Kontrolle über den zweitgrößten Hersteller von Speicherchips zurück. Zuvor mussten monatlich sämtliche Entscheidungen mit den Kreditgebern besprochen werden.

Dies sei ein bedeutungsvoller Neustart für Hynix, ließ Präsident Woo Eui-Jei mitteilen. Über Produktionsausweitungen und strategische Allianzen mit anderen Gruppen wolle er Hynix stärken. Details nannte er jedoch nicht. Das Unternehmen, das aus der Elektroniksparte des Hyundai-Konzerns hervorgegangen ist, hatte lange mit der Insolvenz gekämpft und war seit 2001 mehrmals von den Gläubigerbanken gerettet worden. Seither steht das Unternehmen unter der Managementkontrolle der Gläubiger, die eigentlich bis Ende 2006 hätte dauern sollen.

Hynix hatte jedoch über Kredite und Anleihen frisches Geld besorgt und gut 1,2 Mrd. Dollar seiner Schulden vorzeitig zurückgezahlt. „Hynix ist jetzt frei von größeren Rückzahlungen bis mindestens 2010“, meint Analyst Ivan Goh von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Zudem würdigten die Gläubiger die Restrukturierung des Chipherstellers. Im vergangenen Jahr schaffte Hynix nach Jahren mit Milliardenverlusten die Wende und erwirtschaftete 1,36 Mrd. Euro Nettogewinn. Dies ermöglicht, wieder in die Zukunft zu investieren. So baut Hynix in China gerade gemeinsam mit dem französisch-italienischen Halbleiterhersteller ST Microelectronics eine Chipfabrik. Mittlerweile ist das Unternehmen völlig auf das Halbleitergeschäft fokussiert. Alle übrigen Geschäftsbereiche sind verkauft.

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