Sanierung von Problem-Tochter
Matsushita krempelt JVC um

Mit Hilfe einer drastischen Umstrukturierung versucht der japanische Elektronikriese Matsushita seine angeschlagene Tochter JVC wieder auf Kurs zu bringen.

HB TOKIO. „Unsere dringlichste Aufgabe ist eine Erholung der JVC-Ergebnisse“, sagte der scheidende Matsushita-Chef Kunio Nakamura am Mittwoch bei einem Aktionärstreffen im japanischen Osaka. Als Hauptaktionär werde Matsushita die anstehenden Reformen genau im Blick behalten. Der Unterhaltungselektronik-Konzern JVC hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen operativen Verlust von 6,9 Mrd. Yen (rund 47 Mill. Euro) hinnehmen müssen. Es hatte Spekulationen gegeben, wonach Matsushita seinen 52,4-prozentigem Anteil an JVC komplett oder in Teilen abstoßen will. An der Börse zeigte die Ankündigung Nakamuras keine positive Wirkung. Die JVC-Aktie verlor 1,7 Prozent auf 579 Yen.

Victor Co. of Japan (JVC) ist einer der letzten Problemfälle für Matsushita, das seine eigene Umstrukturierung im vergangenen Jahr abgeschlossen hat und derzeit insbesondere von einer starken Nachfrage nach Flachbildschirmen und digitalen Kameras profitiert. Matsushita-Aktien gingen am Mittwoch mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 2325 Yen aus dem Handel.

Nakamura hatte JVC in der Vergangenheit immer seine Unterstützung zugesichert. Mit Spannung warteten die Anleger jedoch darauf, ob Nakamuras Nachfolger dem Beispiel folgen würde. Fumio Ohtsubo trat seinen neuen Posten als Matsushita-Präsident am Mittwoch an. Er hat sich noch unentschlossen gezeigt, was seine Position zu JVC angeht.

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