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20.05.2008 
Konzernstrategie

SAP baut auf Hilfe von außen

von Jens Koenen

Der Software-Konzern will sein Partner-Netzwerk ausbauen und noch mehr mit HP & Co. zusammenarbeiten. Firmenchef Leo Apotheker verspricht den Anlegern einen steigenden Aktienkurs - doch noch klebt die SAP-Aktie weiter am Boden.

Leo Apotheker, SAP-Vorstandssprecher. Foto: apLupe

Leo Apotheker, SAP-Vorstandssprecher. Foto: ap

BERLIN. Der Software-Konzern SAP will sein Partnernetz in den nächsten Jahren ausbauen. "Es gibt Bereiche, da sind andere einfach besser. Deshalb legen wir so viel Wert auf unser Partner-Ecosystem", sagte Leo Apotheker, neben Henning Kagermann Vorstandssprecher von SAP, am Rande der Kundenmesse Sapphire in Berlin. In der ferneren Zukunft sei es sogar denkbar, dass SAP eher Manager einer solchen Entwickler-Gemeinschaft sei als ein reiner Software-Hersteller, sagte Apotheker.

SAP arbeitet traditionell eng mit Partnern zusammen. Dies gilt vor allem für die Beratung im Umfeld einer SAP-Einführung. Nur rund zehn Prozent des SAP-Berater-Markts entfällt auf den Walldorfer Konzern, der Rest geht auf das Konto von Partnerfirmen wie Hewlett-Packard, IBM oder Accenture. Eine weitere wichtiger Aufgabe von Partnern ist die Anpassung von SAP-Lösungen an die speziellen Bedürfnisse der Kunden. Gerade bei kleineren Firmen übernehmen häufig externe Spezialisten diese Aufgabe.

"Jedes Unternehmen möchte dichter an die Kunden heran. Deshalb wird das Partner-Ecosystem wichtiger. Das gilt natürlich auch für SAP", sagte Kagermann. Gleichzeitig hilft das "Ecossystem" SAP dabei, das zuletzt außergewöhnlich hohe Entwicklungsbudget wieder auf normales Niveau zurückzufahren. "Wir haben im Durchschnitt über die Jahre immer etwa elf bis 11,5 Prozent unseres Umsatzes in die Entwicklung investiert, derzeit liegen wir bei 14 Prozent", sagte Kagermann.

Analysten wie Gerardus Vos von der Citigroup interpretieren dies als Hinweis darauf, dass die Gruppe wieder mehr nach Margen- und Umsatzwachstum streben werde. Apotheker betonte allerdings, dass er nicht das Ziel habe, die Entwicklungsaufwendungen grundsätzlich zurückzufahren. Es handle sich ausschließlich eine Normalisierung.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wachstumspläne finden kaum Wiederhall an der Börse

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