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03.06.2008 

Der Manager:

Leo Apotheker wurde 1953 in Aachen geboren. Seine Eltern, beide Juden, stammen aus Przemysl im heutigen Polen. Um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, suchen die Eltern zunächst Schutz in der Sowjetunion. Später lassen sie sich in Aachen nieder. Als Leo sieben Jahre alt ist, zieht die Familie nach Belgien. 1972 geht Apotheker nach Jerusalem, um Volkswirtschaft zu studieren. Seine ersten Erfahrungen mit Firmensoftware sammelt er bei Swift, einem Dienstleister für den internationalen Zahlungsverkehr. 1988 fängt er bei SAP an, wo er zunächst die Landesgesellschaften in Belgien und Frankreich aufbaut. Bis heute hält seine Leidenschaft für die französische Lebensart. Zusammen mit seiner Frau Liliane und den beiden Kindern lebt er seit mehr als 20 Jahren in Paris. Für ein paar Jahre geht Apotheker "fremd". Er gründet die Risikokapitalfirma ECsoft und leitet die Consultingfirma ABP Partners. Angeblich, so wird berichtet, soll er in dieser Zeit sogar Produkte des SAP-Rivalen Oracle verkauft haben.

Das Unternehmen

1973 gründen Klaus Tischira, Hasso Plattner, Hans Hector, -Werner Claus Wellenreuther und Dietmar Hopp in Mannheim die Firma "Systemanalyse und Programmentwicklung GbR". Sie entwickeln Programme, die Lohnabrechnung oder Buchhaltung per Großrechner ermöglichen. Die SAP-Revolution: Statt die Rechner von "Operatoren" per Hand mit Programmen füttern zu lassen wie bei ihrem Ex-Arbeitgeber IBM, setzen Plattner, Hopp & Co. auf die Eingabe per Bildschirm. Der Umsatz von SAP beträgt heute 10,3 Mrd. Euro, das Unternehmen beschäftigt 51 000 Mitarbeiter. Trotzdem warten auf den neuen Chef Apotheker große Aufgaben. Im Kerngeschäft stößt SAP an die Wachstumsgrenze. Nun soll es der Mittelstand richten. Eine neue Software verzögert sich um bis zu 18 Monate. Hinzu kommt der schlappe Aktienkurs.

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