SAP-Chef McDermott distanziert sich von Trump

SAP-Chef McDermott zu Trump
„Amerika wird seine ursprüngliche Identität wiederfinden“

SAP-Chef Bill McDermott kritisiert die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump – ohne diesen zu erwähnen. Den eigenen Mitarbeitern verspricht er: „Wir sind immer für Euch da.“
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DüsseldorfSAP-Chef Bill McDermott hat sich in einer internen E-Mail von den neuen Einwanderungsregeln der USA distanziert. „Als Amerikaner bin ich stolz auf die Vielfalt, die unsere Gesellschaft in besonderem Maße auszeichnet und zu der Einwanderer aus der ganzen Welt beigetragen haben“, schrieb er in einer Nachricht, die dem Handelsblatt vorliegt. „Amerika wird seine ursprüngliche Identität wiederfinden – jener Traum, der allen die gleichen Chancen bietet.“

McDermott reagierte damit auf eine Anordnung des neuen US-Präsidenten Donald Trump, Besuchern aus sieben muslimischen Staaten die Einreise für mindestens 90 Tage zu verbieten. Das gilt selbst dann, wenn sie ein Visum oder eine Arbeitserlaubnis haben. Wie viele SAP-Mitarbeiter von der neuen Regelung betroffen sind, teilte das Unternehmen am Montag zunächst nicht mit, die Personalabteilung soll sich um alle Fälle kümmern. Zuvor hatten sich bereits etliche Technologiekonzerne wie Google, Twitter und Apple gegen die Maßnahme gestellt.

McDermott kritisierte Trump nicht direkt. Er betonte aber, dass SAP die Menschenrechte schütze und achte und jede Diskriminierung ablehne. Zudem sicherte er zu, dass SAP die Mitarbeiter unterstützen werde: „Ich sage allen Familien in Angst, die nach Ihrem Platz in der Welt fragen: Wir sind immer für Euch da und stehen zu Euch. Ihr seid genau da, wo Ihr hingehört. Wir alle sind stolz darauf, dass Ihr unsere Nachbarn, Kollegen und Freunde seid.“

An die Adresse der betroffenen SAP-Mitarbeiter schrieb McDermott: „Ihr macht Euch Sorgen? Dann bleibt stark. Ihr seid frustriert? Dann gebt nicht auf. Bitte wendet Euch bei Fragen an Stefan und unser HR-Team. Sie unterstützen Euch jederzeit.“ Personalchef Stefan Ries und die Personalabteilung sollen sich um betroffene Mitarbeiter kümmern.

Bisher hatte sich McDermott mit Kritik an Trump zurückgehalten. „In der Wahlkabine stimmt jeder ab, und wenn die Entscheidung gefallen ist, sollte man den gewählten Kandidaten unterstützen“, sagte er dem Handelsblatt im November. Und kurz nach dem Amtsantritt des Bauunternehmers ließ er wissen, dass er „hoffnungsfroh“ sein und SAP die Regierung unterstützen wolle.

Kommentare zu " SAP-Chef McDermott zu Trump: „Amerika wird seine ursprüngliche Identität wiederfinden“"

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  • Nun befindet sich Trump also auch im Konflikt mit der amerikanischen Justiz, die seine Anordnungen wieder zurück nimmt. Im Krieg mit den Medien befindet er sich auch. Handelskiege mit Mexiko und China stehen vor der Tür, wahrscheinlich auch mit Deutschland. Ist es das, was er unter "America great again" versteht?

  • Dass Trump brandgefährlich ist, habe ich hier schon mehrmals geschrieben. Es macht sogar den Anschein, dass er immert kürzester Zeit die ganze Welt auf den Kopf stellen wird, aber schon nach einer Woche hat er die halbe Welt gegen sich und das amerikanische Volk. Das nennt sich doch sicher "Regieren mit Weitsicht", oder gelinde ausgedrückt , ein neuer amerik .Präsident, versehen mit Dummheit hoch 10!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 
     

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