SAP-Entwicklerkonferenz Sapphire Now: Künstliche Intelligenz im Personalwesen

SAP-Entwicklerkonferenz Sapphire Now
„Wir machen alles intelligent“

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Künstliche Intelligenz im Personalwesen

Auch im Personalwesen will SAP Künstliche Intelligenz einsetzen. So analysiert eine Software die Lebensläufe von Bewerbern und schlägt ihnen aufgrund ihrer Erfahrungen und Ziele passende Stellen vor. Und Vertriebler sollen künftig Kundendaten analysieren können, um das Potenzial für zusätzliche Geschäfte oder die Gründe für Kündigungen zu identifizieren – die Software greift dafür auf Daten aus der Vergangenheit zurück, um Muster zu erkennen. Weitere Lösungen sind in Arbeit, etwa für den Handel, fürs Marketing und die Finanzabteilung.

SAP will sich bei der Entwicklung zunutze machen, dass zahlreiche Geschäfte über die eigenen Systeme abgewickelt werden – nach eigenen Angaben betrifft das 76 Prozent aller Transaktionen weltweit. Diese großen Informationsmengen seien eine Quelle für Erkenntnisse, erklärte McDermott. „Der Schlüssel, um die Dinge richtig anzugehen, sind Daten – sie sind das neue Gold.“

Die Neuerungen in Sachen Künstlicher Intelligenz sind Teil eines Werkzeugkastens, mit dem SAP den Kunden die Digitalisierung erleichtern will. Unter dem Namen Leonardo fasst der Konzern Technologien wie Big Data, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge und Blockchain zusammen. „Das ist für unsere Firma der größte Schritt seit Hana“, sagte McDermott in Anspielung auf die Datenbanktechnologie, die der Konzern 2010 vorstellte und derzeit zur technischen Grundlage aller seiner Anwendungen macht.

Künstliche Intelligenz soll bei SAP nach Vorstellung von Chefaufseher Plattner in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen. „Wir haben den Wandel zum Cloud Computing geschafft“, sagte er dem Handelsblatt im Vorfeld der Sapphire. Das modernisierte System S4/Hana sei weitgehend ausgereift – „jetzt haben wir Kapazität, neue Sachen zu machen.“

Die Zukunft des Unternehmens liege darin, neue Anwendungen und Geschäftsmodelle zu unterstützen – dabei spiele Künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle. „Wenn man ein Auto selbstlernend machen kann, können wir das vielleicht auch mit Unternehmenssoftware machen.“ Dabei wolle SAP stark mit Kunden zusammenarbeiten: „Die zukünftigen Anwendungen werden von einer Komplexität sein, dass man sie nicht mehr ohne das Domänenwissen der Kunden entwickeln kann.“

Plattner hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt. „Im Zuge der Internetrevolution sind einige Unternehmen in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit an uns vorbeigezogen“ – etwa Google, Facebook und Apple. Deren Wachstum müsse ein Ansporn sein, dass SAP mehr neu erfinde. Einfach auf hohem Niveau weiterzumachen, reiche in der Technologiebranche nicht: „Wir müssen den Anspruch haben, IBM und Oracle gemessen an Bedeutung und Börsenwert zu überholen.“

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  • „Wir machen alles intelligent“


    Bitte, bitte liebe SAP´ler: fangt mit unseren Politikern an !!!

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