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28.12.2006 
Hohes Wachstum angestrebt

SAP gibt sich selbstbewusst

Seit Jahren wächst SAP stark. Europas größter Softwarekonzern traut sich auch für die Zukunft zu, mindestens 10 Prozent pro Jahr zuzulegen. Dazu dürften auch Zukäufe beitragen.

HB FRANKFURT. „Wir wollen auch in den nächsten Jahren zweistellig wachsen“, sagte Finanzvorstand Werner Brandt der „Börsen-Zeitung“ vom Donnerstag. „Unsere Produkt-Pipeline ist voll und der Auftragseingang ungebrochen stark.“ Für 2006 peilt SAP ein Wachstum des Software-Umsatzes von mindestens 15 Prozent an. 40 bis 45 Prozent des Auftragseingangs sollten bis 2010 von mittelständischen Kunden kommen; derzeit seien es 30 Prozent. Die USA – dort sitzt der größte SAP-Konkurrent Oracle – blieben der Wachstumstreiber, sagte Brandt.

Der Finanzvorstand deutete eine steigende Dividende an. „Die Dividende ist ertragsabhängig, und wir haben nicht vor, die Ausschüttungsquote von 30 Prozent zu senken“, sagte er. Für 2005 hatte SAP bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 5,01 Euro an die Aktionäre 1,45 Euro weitergereicht, für 2006 peilt der Konzern – vor allem wegen sinkender Unternehmensteuern – einen Gewinn von mehr als 6 Euro je Aktie an.

Brandt rechnet bis zum Jahr 2008 mit einem Rückgang der Steuerquote auf 31 Prozent. 2005 hatte sie noch bei 35 Prozent gelegen. Auch der Rückkauf eigener Aktien werde 2007 weitergehen.

SAP wolle an der Strategie kleinerer Übernahmen festhalten, sagte Brandt. „Wir haben für den US-Zukauf Virsa in diesem Jahr zwischen 400 bis 500 Mill. Euro ausgegeben. Solche Größenordnungen sind auch zukünftig vorstellbar.“ Die überwiegende Zahl der Transaktion hätten aber weiterhin kleinere Umfänge. Mit 3 Mrd. Euro in der Kasse sei SAP „sicher nicht überliquide“.

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