SAP-Konkurrent: Oracle überzeugt mit starken Zahlen

SAP-Konkurrent
Oracle überzeugt mit starken Zahlen

IT-Riesen Oraclev kann einen ordentlichen Gewinnsprung präsentieren. Die Übernahme von Sun Microsystems und ein starkes Neugeschäft lassen bei dem SAP-Konkurrenten die Kassen klingeln.
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HB SEATTLE. Der US-Softwarehersteller Oracle macht seinem deutschen Rivalen SAP mächtig Dampf. Mit seinen Quartalszahlen liegt Oracle deutlich über den Erwartungen der Wall Street. Insbesondere im wichtigen Geschäft mit neuen Softwarelizenzen sorgte der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss für eine faustdicke Überraschung.

Früchte bringt dem weltweit drittgrößten Softwarehersteller die Übernahme von Sun Microsystems im Januar, mit der sich Oracle im Hardware-Geschäft eine starke Position schuf.

Unternehmen redeten ständig davon, durch Akquisitionen Synergien zu schaffen, sagte Investment-Stratege Michael Yoshikami von YCMNET Advisors. „Oracle hat wirklich gezeigt, dass sie es können.“ Dank Sun stieg der Konzernumsatz im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal um 50 Prozent auf 7,6 Mrd. Dollar.

Analysten hatten dagegen im Schnitt nur mit 7,27 Mrd. gerechnet. Der Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 1,35 Mrd. Dollar. Vor Sonderposten lag das Ergebnis mit 42 Cent je Aktie über der Markterwartung von 37 Cent.

Auch im Stammgeschäft legt Oracle kräftig zu. Der Umsatz mit neuen Software-Lizenzen schnellte um 25 Prozent nach oben auf 1,3 Mrd. Dollar. Vor drei Monaten hatte das Management noch ein Plus von lediglich zwei bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt. Neue Software-Lizenzen gelten als Indikator für künftiges Wachstum, weil die Kunden in der Regel mit den Programmen Wartungsverträge unterzeichnen - ein Garant für steten Umsatz.

„Unser Software-Geschäft wuchs stark in allen Regionen“, erklärte Oracle-Präsidentin Safra Catz. „Unser Hardware-Geschäft wuchs ebenfalls stärker, als wir erwartet haben.“ Analysten zufolge sind Technologiefirmen gegen die aktuelle wirtschaftlichen Abschwächung besser gefeit als solche aus anderen Branchen. „Die Unternehmen versuchen effizienter zu werden mit weniger Personal“, erläuterte Yoshikami.

Die Wall Street reagierte erfreut auf die Zahlen. Der Oracle-Kurs legte im nachbörslichen Handel um vier Prozent zu.

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