SAP-Konkurrent Software AG legt starkes Schlussquartal hin

Kostenbewusstsein und lukrative Wartungsaufträge haben bei der Software AG für einen starken Jahresendspurt gesorgt. Der SAP-Rivale erschließt neue Felder – denn das Traditionsgeschäft lässt nach.
Zum Ende des vergangenen Jahres arbeiteten 4337 Angestellte bei der Software AG. Ein Jahr zuvor waren es noch 4421. Quelle: dpa
Leichter Sparkurs

Zum Ende des vergangenen Jahres arbeiteten 4337 Angestellte bei der Software AG. Ein Jahr zuvor waren es noch 4421.

(Foto: dpa)

DarmstadtDie Software AG hat 2015 auch unter dem Strich vom starken Jahresendspurt profitiert. Der Nettogewinn im Konzern kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 139,6 Millionen Euro, wie der TecDax-Konzern am Mittwoch mitteilte.

Gute Geschäfte in der Wachstumssparte DBP, in der das nach SAP zweitgrößte deutsche Softwareunternehmen Programme zur Verzahnung von IT-Systemen anbietet, sowie das konzernweit starke Abschneiden bei lukrativen Wartungsverträgen hatten das Unternehmen zum Jahresschluss kräftig nach vorne gebracht. Auch auf die Kosten sei stärker geachtet worden. Die Zahl der Mitarbeiter sank zum Ende 2015 auf 4337 (4421).

Die 10 führenden IT-Dienstleister Deutschlands
Platz 10: Dimension Data
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Auf dem zehnten Platz landet Dimension Data (unser Bild zeigt die Firmenbroschüre) mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro (2013: 224 Millionen). Die Zentrale des globalen Unternehmens liegt im südafrikanischem Johannesburg, in Deutschland ist Bad Homburg der Hauptstandort.

Das Managementberatungs-Unternehmen Lünendonk hat die zehn führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland zusammengestellt. Dazu hat es den Umsatz von mehreren Branchenvertretern im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: BWI Informationstechnik
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Auf Rang neun liegt die BWI Informationstechnik mit 643 Millionen Euro Umsatz (2013: 642 Millionen). Die Gesellschaft mit Rechtsform GmbH wurde im Jahr 2006 von Bundeswehr (49,9 Prozent Anteil), Siemens (50,05 Prozent) und IBM (0,05 Prozent) gegründet, um die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu betrieben und zu modernisieren. Die BWI hat ihren Firmenhauptsitz in Meckenheim (Bild).

Platz 8: Fiducia
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Die Fiducia besetzt mit einem Erlös von 734 Millionen Euro den achten Rang (2013: 733 Millionen). Das Kerngeschäft der 1924 gegründeten Aktiengesellschaft sind IT-Dienstleistungen für Volksbanken und Raiffeisenbanken. Unter anderem betreibt die Fiducia ein Hochsicherheits-Rechenzentrum im Raum Karlsruhe (Bild).

Platz 7: GAD eG
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Auf Platz sieben liegt die GAD eG mit einem Umsatz von knapp 774 Millionen Euro (2013: 761 Millionen). In IT-Fragen betreut sie Volks- und Raiffeisenbanken, Zentralinstitute sowie weitere Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, etwa Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V. Ihren Firmensitz hat die eingetragene Genossenschaft in Münster (Bild).

Platz 6: Atos
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Auf Rang sechs landet Atos (unser Bild zeigt die Homepage des Unternehmens) mit einem Erlös von 992 Millionen Euro (2013: 1,1 Milliarden). Die als Societas Europae registrierte Firma bedient unter anderem Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Medien.

Platz 5: HP
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Hewlett Packard Deutschland Services erwirtschaftete 1,34 Milliarden Euro, das entspricht dem fünften Rang (2013: 1,37 Milliarden). Die Zentrale der US-Firma liegt im kalifornischen Palo Alto (Bild), die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen.

Platz 4: Computacenter
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Computacenter belegt mit einem Erlös von 1,45 Milliarden Euro Platz vier (2013: 1,5 Milliarden). Das Unternehmen berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie. Zudem errichtet und betreibt es Netzwerk- und Rechenzentren. Die deutschen Geschäftstellen der britischen Firma befinden sich in Kerpen, Berlin und Ratingen.

Die Software AG hatte bereits in der vergangenen Woche Zahlen ihrer vorläufigen Bilanz 2015 bekanntgegeben. Der Umsatz nahm um 2 Prozent auf 873,1 Millionen Euro zu. Das operative Ergebnis kletterte im Vergleich zu 2014 um 8 Prozent auf 259,1 Millionen Euro.

2016 erwartet das Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzplus. Die deutliche stärkere Sparte DBP werde spürbar wachsen, für das traditionelle Datenbankgeschäft A&N wird ein Rückgang erwartet.

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  • dpa
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