SAP legt Jahresbericht vor Motivierte Mitarbeiter, mehr Gewinn?

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Der Kapitalmarkt belohnt Offenheit

Doch wie lässt sich aus solchen Werten berechnen, um wie viel die Kosten niedriger oder Gewinn höher ausfallen? SAP hat nach eigenen Angaben ein „umfangreiches Berechnungsmodell“ entwickelt, das verschiedene Auswirkungen berücksichtigt: Mehr Engagement führt zu weniger Krankheitstagen und damit zu höherer Produktivität – und das macht sich beim Ergebnis bemerkbar. „Dieses Modell haben wir mit Hilfe SAP-interner und externer Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickelt“, erklärt der Konzern. „Die Quantifizierungen basieren auf statistischen Zusammenhängen und Schätzungen.“

Klar ist: Ganz genau lassen sich die positiven Effekte nicht beziffern. „Die reinen Geldbeträge pro Prozentpunkt in den Indizes aus unserer Mitarbeiterbefragung sind vor allem ein Indikator“, sagt Rasper. „Wir wissen aber, dass ein signifikanter Zusammenhang mit den tatsächlichen Kosten besteht.“

In Mitarbeiterkreisen wird die SAP-Lagebeurteilung für valide gehalten, auch dem Image des Konzerns dürfte sie nicht schaden. Aber lässt sich der Nutzen tatsächlich genau berechnen? Die Fachwelt hat daran Zweifel. „Wir erforschen noch, ob Firmen mit integrierter Berichterstattung eine bessere Rendite haben“, sagt BWL-Professorin Weißenberger. Ein „harter Nachweis“ fehle bislang – es mangele an Material, schon weil sich bislang wenige Konzerne die Arbeit gemacht haben. Die integrierte Berichterstattung ist noch ein junges Thema, der International Integrated Reporting Council (IIRC) hat erst 2013 Richtlinien vorgeschlagen.

Die Expertin für Rechnungswesen hält es aber für plausibel, dass sich der Aufwand bezahlt macht. So sei erwiesen, dass Firmen mit umfangreicher Strategieberichterstattung sich günstiger Kapital verschaffen könnten. „Wenn man das überträgt: Der Kapitalmarkt goutiert womöglich auch die verzahnte Berichterstattung.“

Die 10 führenden IT-Dienstleister Deutschlands
Platz 10: Dimension Data
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Auf dem zehnten Platz landet Dimension Data (unser Bild zeigt die Firmenbroschüre) mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro (2013: 224 Millionen). Die Zentrale des globalen Unternehmens liegt im südafrikanischem Johannesburg, in Deutschland ist Bad Homburg der Hauptstandort.

Das Managementberatungs-Unternehmen Lünendonk hat die zehn führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland zusammengestellt. Dazu hat es den Umsatz von mehreren Branchenvertretern im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: BWI Informationstechnik
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Auf Rang neun liegt die BWI Informationstechnik mit 643 Millionen Euro Umsatz (2013: 642 Millionen). Die Gesellschaft mit Rechtsform GmbH wurde im Jahr 2006 von Bundeswehr (49,9 Prozent Anteil), Siemens (50,05 Prozent) und IBM (0,05 Prozent) gegründet, um die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu betrieben und zu modernisieren. Die BWI hat ihren Firmenhauptsitz in Meckenheim (Bild).

Platz 8: Fiducia
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Die Fiducia besetzt mit einem Erlös von 734 Millionen Euro den achten Rang (2013: 733 Millionen). Das Kerngeschäft der 1924 gegründeten Aktiengesellschaft sind IT-Dienstleistungen für Volksbanken und Raiffeisenbanken. Unter anderem betreibt die Fiducia ein Hochsicherheits-Rechenzentrum im Raum Karlsruhe (Bild).

Platz 7: GAD eG
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Auf Platz sieben liegt die GAD eG mit einem Umsatz von knapp 774 Millionen Euro (2013: 761 Millionen). In IT-Fragen betreut sie Volks- und Raiffeisenbanken, Zentralinstitute sowie weitere Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, etwa Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V. Ihren Firmensitz hat die eingetragene Genossenschaft in Münster (Bild).

Platz 6: Atos
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Auf Rang sechs landet Atos (unser Bild zeigt die Homepage des Unternehmens) mit einem Erlös von 992 Millionen Euro (2013: 1,1 Milliarden). Die als Societas Europae registrierte Firma bedient unter anderem Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Medien.

Platz 5: HP
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Hewlett Packard Deutschland Services erwirtschaftete 1,34 Milliarden Euro, das entspricht dem fünften Rang (2013: 1,37 Milliarden). Die Zentrale der US-Firma liegt im kalifornischen Palo Alto (Bild), die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen.

Platz 4: Computacenter
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Computacenter belegt mit einem Erlös von 1,45 Milliarden Euro Platz vier (2013: 1,5 Milliarden). Das Unternehmen berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie. Zudem errichtet und betreibt es Netzwerk- und Rechenzentren. Die deutschen Geschäftstellen der britischen Firma befinden sich in Kerpen, Berlin und Ratingen.

Die konkreten Zahlen von SAP zweifelt die Expertin allerdings an: „Der Nachweis, dass eine höhere Frauenquote oder Mitarbeiterzufriedenheit zu höherer Produktivität führt, ist schwer herzustellen.“ Dafür seien die Zusammenhänge zu komplex. So hängt die Gesundheit der Mitarbeiter nicht nur von den Arbeitsbedingungen ab, sondern auch vielen anderen Faktoren, die die Firma nicht kontrollieren kann. Noch schwieriger lässt sich messen, wie sich eine höhere Frauenquote in Führungspositionen auswirkt.

Auf die genauen Zahlen komme es aber nicht an, sagt Weißenberger: „Das Signal ist wichtig.“

Obwohl mittlerweile zahlreiche Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte vorlegen, lassen sie sich jedoch mangels genauer Vorgaben schwer miteinander vergleichen. Zudem sind die Veröffentlichungen freiwillig. Ein einheitlicheres Bild dürfte es ab 2017 geben: Bis dann müssen die EU-Mitgliedstaaten eine Richtlinie umsetzen, die Unternehmen zur Veröffentlichung nicht-finanzieller Informationen verpflichtet. Das Bundesjustizministerium hat im März einen Gesetzentwurf vorgelegt. Große Unternehmen sollen künftig erklären, wie sie sich um Umweltbelange, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung kümmern. Und natürlich um ihre Mitarbeiter.

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