SAP präsentiert neue Software
Bessere Navigation durch den Datendschungel

Künftig könnte es SAP-Kunden leichter fallen, sich schnell einen Überblick über die wirtschaftliche Situation in einzelnen Unternehmensbereichen zu verschaffen. Durch eine neus Suchwerkzeug können Mitarbeiter auch ohne Spezialwissen Unternehmensdaten nach bestimmten Fragestellungen analysieren.

DÜSSELDORF. „Gerade in Krisenzeiten ist es für Unternehmen wichtig, einen genauen Überblick über die eigene Situation zu haben und schnell reagieren zu können“, so John Schwarz, Leiter der Business-Intelligence-Sparte von SAP. Dabei sind die Unternehmen auf aktuelle Kennzahlen angewiesen. Die neue Business Explorer genannte Technik soll ihnen helfen, diese jederzeit schnell und auf allen Unternehmensebenen zu generieren.

„Wie es scheint, ist es SAP nun endlich – knapp anderthalb Jahre nach der Übernahme des amerikanischen Spezialisten Business Objects – gelungen, erste Techniken zusammenzuführen“, kommentiert Patrick Keller, Analyst beim Business Application Research Center (Barc) in Würzburg, das auf den Markt von Business-Intelligence-Software spezialisiert ist, die Produktvorstellung.

SAP steht unter starkem Druck. Bislang ist nicht klar, wie die zahlreichen Produkte, die nach der Übernahme von Business Objects (BO) gewonnen wurden, integriert werden sollen und welche künftig nicht mehr weiter geführt werden. Die Lage ist auch deshalb so unübersichtlich, weil beide Firmen noch kurz vor der Übernahme von BO mehrere kleine Firmen gekauft und damit mehrere Technologien hinzugewonnen hatten, die aufgrund der kurzen Zeit, noch nicht in den vorhandenen Produkte genutzt wurden.

SAP hat für das Suchwerkzeug seine sogenannte Business-Intelligence-Accelerator-Technik (BIA), die kurze Antwortzeiten ermöglicht, mit der Polestartechnik von BO kombiniert. Diese unterstützt die Navigation und Suche im Datenraum. In Polestar kann der Anwender in der Suchmaske seine Anfrage (beispielsweise Umsatz Kühlschrank) formulieren und erhält sehr schnell eine Liste mit den relevanten Daten. „Die Bedienung des Werkzeuges ist auf den Gelegenheitsanwender ausgerichtet, der eigentlich ohne Schulung seine Auswertungen vornehmen kann“, sagt Keller.

Die anwenderfreundliche Datenaufbereitung sei zwar ein großer Fortschritt, die gewonnenen Informationen seien aber nur so gut wie die vorherige Aufbereitung der Daten, gibt Keller, zu bedenken. Und da liege die eigentliche Arbeit. Die Experten müssten genau definieren, welche Informationen in die Datenbank vorliegen müssen, damit die Suchsoftware die Berichte erstellen kann, so der BI-Experte.

Das Besondere an der Business-Intelligence-Accelerator-Technik von SAP ist, dass diese die Daten im Hauptspeicher des Servers speichert und mit sehr guten Antwortzeiten verfügbar macht. „Erst durch solche schnellen Antwortzeiten wird eine breite Akzeptanz durch Anwender von BI Applikationen erreicht“, so die Erfahrung des Barc-Experten.

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