SAP Softwarekonzern will nach schwachem Start Gas geben

SAP hat im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn trotz schwacher Umsätze deutlich gesteigert. Für den weiteren Jahresverlauf ist der deutsche Softwarekonzern noch optimistischer.
Update: 20.04.2016 - 09:34 Uhr
Der Softwarekonzern hat den Gewinn um 38 Prozent gesteigert. Quelle: dpa
SAP

Der Softwarekonzern hat den Gewinn um 38 Prozent gesteigert.

(Foto: dpa)

WalldorfDer Softwarekonzern SAP will nach dem unerwartet schwachen Jahresauftakt Gas geben. Die Auftragslage bei allen Produkten sei gut, sodass der Ausblick für das Gesamtjahr nachdrücklich bestätigt werden könne, erklärte Vorstandschef Bill McDermott am Mittwoch. Im ersten Quartal war das Geschäft mit Mietsoftware aus der Cloud zwar weiter kräftig gewachsen, doch das traditionelle Lizenzgeschäft wegen geringerer Nachfrage in den USA stärker gesunken als erwartet. Vor und nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdiente der Marktführer für Firmensoftware daher von Januar bis März weniger als erwartet.

SAP bestätigte die Anfang April veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen und gab zusätzlich den bereinigten Nettogewinn mit 763 Millionen Euro an, ein Plus von neun Prozent. Von Vara Research befragte Analysten hatten im Schnitt mit 827 Millionen Euro gerechnet.

In diesem Jahr soll die Cloud-Sparte um eine weitere Milliarde Euro Umsatz zulegen und rund drei Milliarden Euro an Erlösen bringen. Zusammen mit der traditionellen Software will SAP den Umsatz von 17,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr um sechs bis acht Prozent steigern. Das bereinigte operative Ergebnis soll auf 6,4 bis 6,7 Milliarden Euro von 6,35 Milliarden Euro klettern.

Das sind die Top-Verdiener unter den Dax-Chefs
Platz 30: Martin Blessing
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Die Lenker der großen Dax-Konzerne haben auch in Jahr 2015 Millionensaläre eingefahren. Der Chef der Commerzbank erhielt jedoch die niedrigste Vergütung aller Dax-30-Chefs – seine Bezüge sind auf 2,4 Millionen Euro gesunken. Im Vergleich zu 2014 (3,3 Millionen Euro) verdiente Blessing 28 Prozent weniger. Das Gefälle zwischen Platz 30 und Platz eins ist riesig – 8,4 Millionen Euro.

Quelle: Dr. Heinz Evers Vergütungsberatung

Platz 29: Reinhard Ploss
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Der Chef des Halbleiterherstellers Infineon musste sich 2015 mit rund 2,9 Millionen Euro zufrieden geben. Immerhin: Im Vergleich zum abgelaufenen Jahr ist das ein Zuschlag von 24 Prozent. Bei den Gehältern wurden jeweils Grundvergütung, Boni sowie langfristige variable Vergütungsbestandteile zusammengerechnet.

Platz 28: Rolf Buch
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Im vergangenen Jahr verschmolzen Deutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington und der Konkurrent Gagfah zu der Immobiliengesellschaft Vonovia. Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender des fusionierten Unternehmens, verdiente 2015 3,3 Millionen Euro. Damit liegt er relativ weit hinten im Gehaltsvergleich.

Platz 15: Elmar Degenhart
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Mit einer Gesamtvergütung von 5,7 Millionen Euro belegt Elmar Degenhart Platz 15. Der Vorstandsvorsitzende der Continental AG verdiente im vergangenen Jahr lediglich zwei Prozent mehr als 2014 (5,6 Millionen Euro).

Platz 14: Ulf Schneider
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Der Chef des Pharmakonzerns Fresenius erhielt für seine Arbeit im Jahr 2015 rund sechs Millionen Euro. Das macht eine Steigerung von 37 Prozent (2014: 4,4 Millionen Euro).

Platz 13: Timotheus Höttges
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Höttges mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Cebit 2016: Das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom betrug im Vorjahr 6,1 Millionen Euro (2014: fünf Millionen Euro). Das macht eine Steigerung um 22 Prozent.

Platz 12: Frank Appel
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Die Deutsche Post verbuchte für das Jahr 2015 einen Gewinnrückgang. Davon spürte Vorstandschef Frank Appel allerdings nur wenig. Mit einer Jahresvergütung von 6,1 Millionen Euro ging er nach Hause. Im Vergleich zu 2014 ist das ein Minus von sechs Prozent.

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SAP schafft die Umstellung auf Cloud-Produkte, die über das Internet gemietet statt wie Lizenzen mit höherer Einmalzahlung gekauft werden, damit besser als die Erzrivalen. Bei IBM sinkt der Umsatz seit vier Jahren, auch der Nettogewinn schrumpfte im vergangenen Quartal. Bei Oracle ist die Lage kaum besser. Der Marktführer für Firmensoftware über die Cloud, Salesforce, konnte zwar den Umsatz zuletzt weiter kräftig steigern, macht unter dem Strich aber noch immer Verlust. SAP macht keine Angaben zum Nettoergebnis des Cloud-Geschäfts. Die bereinigte Bruttorendite liegt mit 66 Prozent aber deutlich unter der von Salesforce, die nach Reuters-Daten zuletzt 75 Prozent betrug

Die Branche sieht ihre Zukunft im Geschäft mit Cloud-Software, die befristet gemietet statt komplett gekauft wird. Die Kunden können dabei über das Internet Software oder Speicherkapazität nutzen, die ihnen von externen Rechnern zur Verfügung gestellt werden. SAP hat dafür in den vergangenen Jahren mehrere Milliardenübernahmen von US-Firmen gestemmt.

Der Dax-Konzern aus Walldorf bei Heidelberg rechnet im laufenden Jahr mit einem positiven Währungseffekt des schwächeren Euro auf Umsatz und operativen Gewinn. Sollte der Wechselkurs von Ende März unverändert bleiben, wäre im Gesamtjahr ein zusätzliches Plus von ein bis drei Prozentpunkten beim bereinigten Umsatz und Betriebsergebnis zu erwarten, teilte SAP mit. Im zweiten Quartal belaufe sich der Effekt auf null bis zwei Prozentpunkte. .

  • rtr
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