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28.04.2008 

SAP hat "Business by Design" in den letzten Monaten bei Pilot-Kunden installiert, kommt dabei aber langsamer voran als erwartet. SAP-Chef Henning Kagermann berichtete auf der Computermesse Cebit im März von rund 150 Firmen, die das neue System einsetzen. Analysten hatten mit bis zu 500 gerechnet.

Probleme bereitet vor allem der Betrieb im Netz. Was im Labor gut funktionierte, zeigt in der Realität Schwächen. "Das System hat noch nicht die erforderliche Performance und hat noch zu viele Aussetzer", berichtet ein SAP-Entwickler. Es müsse noch viel zu viel aufwendig nachjustiert werden. Deshalb, so ist zu hören, drückt das SAP-Management bewusst auf die Bremse, um die Anlaufkosten für die neue Software nicht zu stark in die Höhe schnellen zu lassen.

Erst vor wenigen Tagen hatte SAP-Mitgründer Hasso Plattner in einer Diskussionsrunde mit Salesforce-Chef Marc Benioff erklärt, der Marktstart von "Business by Design" werde wohl noch mindestens zwölf wenn nicht sogar 18 Monate dauern. Damit würde die Software erst Ende 2009 mit voller Kraft auf den Markt kommen.

"Wir sehen nicht, wie SAP es vermeiden kann, die finanziellen Ziele für dieses Produkt zu kürzen oder zu verschieben", schrieb daraufhin Jonathan Crozier, Analyst der West LB.


Softwarepflege via Internet

Neuer Anlauf

Das Konzept, Software über das Internet zu nutzen, ist alt. Bereits vor Jahren versuchten Softwarefirmen das unter dem Namen ASP (Application Service Providing). Doch der Markt war damals noch nicht reif für das Modell. Angesichts kontinuierlich wachsender IT-Aufgaben und der sich immer schneller verändernden Märkte steigt jedoch die Bereitschaft in der Wirtschaft, die Pflege von Software anderen zu überlassen. Wachstum

Am Anfang beschränkte sich die Idee der internetbasierten Software vor allem auf das Kundenmanagement. Es ist ein sehr klar abzugrenzender Bereich in Unternehmen, der ideal für erste Versuche mit dem neuen Modell ist. Mittlerweile kommen aber auch die klassischen Segmente wie Finanzbuchhaltung, das Personalwesen oder die Warenwirtschaft hinzu.

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