Schadenersatz-Klage
Springer-Finanzchef ist Zeuge im Kirchprozess

Seit mehr als einem Jahrzehnt streiten der Kirch-Konzern und der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Breuer um Schadenersatz. Im Januar 2014 soll Springer-Finanzchef Lothar Lanz vor dem Oberlandesgericht München aussagen.
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MünchenIm milliardenschweren Schadenersatzprozess um die Pleite des Kirch-Konzerns soll Anfang 2014 der Finanzchef des Axel-Springer-Konzerns als Zeuge aussagen. Springer-Vorstand Lothar Lanz sei für den 23. Januar 2014 geladen, sagte der Vorsitzende Richter am Münchner Oberlandesgericht, Guido Kotschy, am Montag. Lanz war früher Finanzchef des Fernsehsenders ProSieben und der Sendergruppe ProSiebenSat.1, die zu Kirchs Medienimperium gehört hatten.

Chef der Senderfamilie war einst Urs Rohner, heute Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank Credit Suisse. Der Manager soll in der Schweiz befragt werden; ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen stellte die Münchner Justiz laut Richter Kotschy an den Kanton Zürich.

Das Medienimperium des verstorbenen Leo Kirch hatte 2002 Insolvenz angemeldet. Kurz zuvor hatte der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer in einem Interview Zweifel an der Kreditwürdigkeit des Unternehmers geäußert. Seither streiten die Parteien erbittert um Schadenersatz. Das Münchner Oberlandesgericht hatte die Deutsche Bank im vergangenen Jahr zu Schadenersatz an Kirch verurteilt - über die Höhe wird noch gerungen. Die Kirch-Erben verlangen insgesamt zwei Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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