Scheitern der Verhandlungen nach wie vor denkbar
Springer ringt mit ProSieben-Aktionären

Für den Axel-Springer-Konzer gestaltet sich die Aufstockung der Anteile an der Sendergruppe ProSiebenSat.1 schwierig. Dabei geht es offenbar nicht nur um den Preis, sondern auch um die Frage, ob die Anteilseigner überhaupt verkaufen wollen.

HB LONDON/KÖLN. Nach Angaben aus mit der Situation vertrauten Kreisen wurde in den Gesprächen noch keinen Durchbruch erzielt. Anteilseigner der Sendergruppe feilschten weiter um den Preis und diskutierten darüber, ob sie überhaupt verkaufen sollten, hieß es in den Kreisen.

Eine Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban hatte sich vor zwei Jahren die Kontrollmehrheit an ProSieben gesichert. Seitdem hat sich der Aktienkurs von ProSiebenSat.1 nahezu verdoppelt. „Es längst noch nicht klar, dass sie verkaufen wollen, und es wird mit Sicherheit kein Geschäft in den kommenden Tagen zu Stande kommen“, sagte eine mit den Verkaufsgesprächen vertraute Person. Für die Investoren sei die Frage, ob sie ihre ProSieben-Pakete noch etwas länger halten sollen, bis sich der Werbemarkt wieder erholt und sie dann von etwaigen weiteren Kursgewinnen profitieren können.

Auch eine andere mit den Gesprächen vertraute Person sagte, es gebe weiter Probleme, die zum Scheitern der seit Monaten dauernden Gespräche führen könnten. Diese seien aber bislang nicht im Sande verlaufen.

Springer ist grundsätzlich an der Erhöhung seines ProSieben-Anteils von derzeit zwölf Prozent interessiert. Springer-Chef Mathias Döpfner hatte mehrfach erklärt, das Verlagshaus strebe eine strategische Beteiligung von zumindest 25,1 % an oder werde sein Paket verkaufen.

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