Die Gläubiger von Franjo Pooth, dem mit seinem Unternehmen Maxfield in Konkurs gegangenen Ehemann von TV-Star Verona Pooth, werden wohl kaum etwas von ihrem Geld wiedersehen. Der Maxfield-Insolvenzverwalter Michael Bremen sprach von einer Aussicht auf Zahlung „einer marginalen Quote“.
HB DÜSSELDORF. Die den Schulden gegenüberstehende Vermögensquote liege bei knapp 0,4 Prozent, könne aber noch besser ausfallen. Pooths Ehefrau, Werbe-Ikone Verona Pooth, habe „keine Verpflichtungserklärungen“ gegenüber den Gläubigern abgegeben.
Insgesamt haben nach Angaben von Bremen anlässlich der Gläubigerversammlung in Düsseldorf 461 Gläubiger Forderungen von knapp 27 Mill. Euro angemeldet. Nach vorläufiger Prüfung seien Forderungen von mehr als 19 Mill. Euro berechtigt. Die Forderungen umfassen Millionenkredite von Banken ebenso wie Ansprüche von 356 Kleingläubigern wegen defekter mp3-Player.
Sein Hauptaugenmerk will der Insolvenzverwalter auf die Verwertung des vorhandenen Vermögens unter Einschluss der Markenrechte und die Durchsetzung gesellschafts- und insolvenzrechtlicher Haftungsforderungen legen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Frage, wann die Zahlungsunfähigkeit der Elektronikfirma eintrat.
„Die Ertrags- und Vermögenslage der Maxfield GmbH ist in den Jahren 2006 und 2007 von erheblichen Verlusten und einer bilanziellen Überschuldung gekennzeichnet“, erklärte der Anwalt. Die bislang gewonnen Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass die Insolvenzreife bereits Mitte 2007 eingetreten sei. Tatsächlich angemeldet wurde die Pleite aber erst im Januar dieses Jahres.
Dies könnte nicht zuletzt von strafrechtlicher Bedeutung sein. Es dürfte aber auch Einfluss darauf haben, ob einige der Stadtsparkasse Düsseldorf erst im September 2007 gewährte Sicherheiten doch noch in die Konkursmasse einfließen.
Der Insolvenzverwalter rechnet mit einer Verfahrensdauer von mindestens zwei Jahren. Die Länge des Verfahrens werde nicht zuletzt davon abhängen, ob die gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen erforderlich sei, oder ob es gelinge auf dem Verhandlungsweg befriedigende Ergebnisse für die Gesamtheit der Gläubiger zu erzielen.
Angesichts der schlechten Aussichten ihr Geld zurückzubekommen, richten inzwischen einige Gläubiger ihre Hoffnungen auf die wohlhabende Ehefrau Verona. Ein Gläubiger sagte der „Bild“-Zeitung: „Wenn bei Franjo nichts zu holen ist, dann muss Verona einspringen. Die hat ja zum Teil auf seine Kosten gelebt.“
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Die Düsseldorfer Sparkasse, die Commerzbank und die Landesbank Rheinland-Pfalz hatten Millionenkredite an Maxfield vergeben. Zwei der Geldinstitute haben Millionenklagen gegen Franjo Pooth selbst angestrengt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pooth wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung. Er soll die Kredite mit teuren Geschenken an Bankmanager erschlichen haben. Der Chef und ein Vorstand der Düsseldorfer Sparkasse waren deswegen fristlos entlassen worden.
Zu dem Gläubigertreffen waren rund 15 Antragsteller erschienen. Franjo Pooth selbst hatte sich von seinem Anwalt vertreten lassen. Die Zusammenarbeit mit Pooth im Insolvenzverfahren sei gut, lobte der Insolvenzverwalter.
Maxfield habe in den Jahren 2006 und 2007 erhebliche Verluste verbucht und sei bilanziell überschuldet gewesen. Für eine Fortführung des Unternehmens sehe er keine Chance, sagte der Insolvenzverwalter. Die Ursache für die Pleite hänge mit der Unternehmensleitung und den Schwierigkeiten des Marktes zusammen. Pooth selbst sei dabei nicht als Manager, sondern eher als Designer und Entwickler bei Maxfield tätig gewesen.

