Schlechte Aussichten für Smartphones
Bankensterben setzt Blackberry zu

Rim will stärker in Marketing und neue Produkte investieren. Der E-Mail-Pionier muss noch schneller als geplant im Privatkundenmarkt für Smartphones Fuß fassen, fürchten Analysten, da der Businessmarkt angesichts der katastrophalen Lage der Finanzwelt einbrechen könnte.

DÜSSELDORF. Schlechte Aussichten für seine Smartphones ließen zum Wochenschluss die Aktie des kanadischen Unternehmens Rim (Blackberry) einbrechen. Rim hatte am Vortag bereits gewarnt, dass Gewinn und Rentabilität im laufenden Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben dürften.

Rim will stärker in Marketing und neue, teurere Produkte investieren. Der E-Mail-Pionier muss noch schneller als geplant im Privatkundenmarkt für Smartphones Fuß fassen, fürchten Analysten, da der Businessmarkt angesichts der katastrophalen Lage der Finanzwelt einbrechen könnte. Gegenteilige Beteuerungen von Rim-Co-Chef Jim Balsillie verhallten ungehört. Doch der Privatmarkt wird von Apple und Nokia beherrscht, und gerade wurde das neue Google-Handy vorgestellt. Die brisante Gesamtlage an einem nervösen Börsentag ließ die Rim-Aktie am Freitag an der Nasdaq 27,45 Prozent einbrechen. "Das war eine Überraschung - und zwar keine gute", sagte Analyst Peter Misek von Canaccord Adams. Die Ergebnisse im zweiten Quartal lagen noch im Rahmen der Expertenschätzungen.

Der Gewinn kletterte in den drei Monaten bis Ende August um 72 Prozent auf 495,5 Mill. Dollar. Der Umsatz stieg um 88 Prozent auf 2,6 Mrd. Dollar. Die Zahl der Vertragskunden wuchs um mehr als 2,5 Millionen auf etwa 19 Millionen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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