Schlechte Zahlen
Jahresziele von Fujitsu Siemens wackeln

Der größte europäische Computerhersteller zweifelt an der Erreichbarkeit der eigenen Jahresziele. Laut Medienberichten rechnet Fujitsu Siemens nach einem schwierigen ersten Quartal nicht mehr damit, die prognostizierten Zahlen zu erreichen.

HB FRANKFURT/MAIN. Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens (FSC) stellt einem Magazin-Bericht zufolge wegen der Dollarschwäche und des Preisverfalls bei Notebooks seine Jahresziele infrage. Es werde "sehr schwierig, die Ziele zu erreichen", zitierte das Magazin "Euro am Sonntag" Firmenchef Bernd Bischoff. Der Manager hatte im April für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 (bis Ende März) ein Umsatzplus von etwa fünf Prozent in Aussicht gestellt. Beim Vorsteuergewinn hatte er zwischen 105 Millionen und 200 Millionen Euro angepeilt. Auch dies werde "schwierig zu erreichen sein", zitierte ihn das Magazin. Fujitsu Siemens ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und der japanischen Fujitsu.

Das Ende Juni abgelaufene Quartal sei "sehr schwierig" gewesen. Auch das aktuelle Geschäftsquartal verspreche "keine Besserung."

An den deutschen Standorten Augsburg und Sömmerda in Thüringen wolle FSC festhalten, berichtete das Magazin. Es gebe zudem "keine Planungen, die PC-Produktion von Augsburg ins Ausland zu verlegen." Die PC-Fertigung werde künftig komplett in Augsburg konzentriert, Sömmerda werde sich auf Reparatur und Service fokussieren.

Einen Kommentar zur Zukunft des Unternehmens habe Bischoff abgelehnt, berichtete das Magazin. Siemens-Chef Peter Löscher hatte mehrfach eine zu geringe Rendite bei FSC bemängelt, was Spekulationen über einen Ausstieg des Münchener Technologiekonzerns zur Folge hatte. Mitte Februar hatte Bischoff erklärt, weder Siemens noch Fujitsu würden die Verbindung lösen.

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