Schleichwerbung bringt Imageschaden für ARD
SWR-Intendant Voß fühlt sich hintergangen

Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Peter Voß, befürchtet einen großen Imageschaden für die ARD in Folge der Vorwürfe von Schleichwerbung in der Fernsehserie „Marienhof“.

HB STUTTGART. Das Ansehen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland könne langfristig Schaden nehmen, sagte Voß den „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag).

Zugleich übte der Intendant des zweitgrößten ARD-Senders scharfe Kritik am Verhalten der Produktionsfirma Bavaria. Sie habe entsprechende Hinweise über lange Zeit geheim gehalten. „Ich fühle mich hintergangen. Offenbar haben die Verantwortlichen das als Kavaliersdelikt angesehen. Das macht mich fassungslos“, sagte Voß dem Blatt. Der SWR ist wie andere ARD-Anstalten ein Gesellschafter der Bavaria.

Voß kündigte an, die ARD-Intendanten würden sich bei ihrem Treffen am kommenden Montag und Dienstag in Bremen mit Konsequenzen der Schleichwerbungsvorwürfe befassen: „Man wird bei der Abnahme von Produktionen noch genauer als bisher hinschauen müssen, ob dort Produkte allzu lange gezielt ins Bild gerückt werden.“ Darüber hinaus forderte der SWR-Intendant personelle Konsequenzen, „die klar machen, dass man Schleichwerbung künftig bei den Öffentlich- Rechtlichen besser nicht mehr macht“.

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