Schleichwerbung: Fernsehanstalt erwägt juristische Schritte
ARD will gegen Bavaria Film vorgehen

Die ARD hat in der Schleichwerbe-Affäre um Auftragsproduktionen juristische Schritte gegen die Bavaria Film angekündigt; die Fernsehanstalt will zudem Vertragsstrafen einfordern.

HB MÜNCHEN. Der ARD-Vorsitzende und BR-Intendant Thomas Gruber sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, auf die Münchner Produktionsfirma kämen „erhebliche finanzielle Belastungen“ zu. „Wir haben deutlich gemacht, dass wir die vorgesehenen Vertragsstrafen in Höhe von zehn Prozent des Auftragsvolumens einfordern werden“, sagte Gruber, der auch Bavaria-Aufsichtsrat ist, dem Magazin. Die betroffenen Programme könnten ungeschnitten weder erneut gesendet noch verkauft werden.

Es war bekannt geworden, dass es bei Produktionen für die ARD- Serien „Marienhof“ und „In aller Freundschaft“ zu verbotener Schleichwerbung gekommen war. Verschiedene Unternehmen hatten über eine Vermittlungsagentur ihre Produkte gegen Entgelt platzieren können. Die Filmproduktionsfirma Bavaria zog personelle Konsequenzen. Geschäftsführer Thilo Kleine wurde abgemahnt. Außerdem trennte sich das Unternehmen von zwei Chefproduzenten und Mitgliedern der erweiterten Geschäftsführung sowie einem Chefdramaturgen.

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