Schleppende Nachfrage nach digitalen Kameras
Rekordverlust bei Sanyo

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der japanische Elektronikkonzern Sanyo Electric einen Rekordverlust erlitten. Grund dafür sind die schleppende Nachfrage nach digitalen Kameras sowie Erdbebenschäden in einer Chip-Fabrik. Auch für das laufende Jahr prognostizierte Japans drittgrößter Hersteller von Unterhaltungselektronik einen Fehlbetrag.

HB TOKIO. Im Geschäftsjahr 2004/05 (per Ende März) habe Sanyo einen Verlust von 137,14 Mrd. Yen (rund eine Milliarde Euro) ausgewiesen, nach einen Gewinn von 13,4 Mrd. Yen im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Tokio mit. Damit verfehlte Sanyo sowohl die eigenen Prognosen von einem Verlust von 121 Mrd. Yen als auch die Schätzungen der Analysten von einem Minus von 119 Mrd. Yen. Der Betriebsgewinn brach um 55,7 % auf 42,32 Mrd. Yen bei einem Umsatz von 2,48 Billionen Yen ein.

Sanyo gehört zu den größten Herstellern von digitalen Kameras. Das Unternehmen liefert mehr als 90 % seiner Produktion dem japanischen Kameraproduzenten Olympus und anderen Herstellern zu, von denen viele ihre Stückzahlen angesichts des schwachen Marktes und der harten Konkurrenz zurückgefahren haben. Sanyo stellt zudem Fernseher, Kühlschränke und Handys her.

Das Geschäft litt zudem darunter, dass in Folge eines Erdbebens im Oktober die Chip-Produktion bei der Tochter Niigata Sanyo Electronic vorübergehend stillgelegt werden musste. Für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 geht Sanyo von einem Verlust von 92 Mrd. Yen aus.

Die Sanyo-Aktie schlossen am Mittwoch an der Tokioter Börse 1,3 % tiefer bei 313 Yen. Der Nikkei-Index ging 0,3 % tiefer aus dem Handel.

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