Schmiergeld-Prozess
Siemens: Ex-Finanzvorstand gerät unter Druck

Im Prozess um den milliardenschweren Schmiergeld-Skandal bei Siemens wird es für den früheren Finanzvorstand Heinz Neubürger-Joachim immer enger. Am Montag wurde eine Aussage verlesen, die ihn schwer belastet.

HB MÜNCHEN. Nach Angaben eines früheren Bereichsvorstandes wusste Neubürger über schwarze Kassen des Konzerns Bescheid, erklärte Staatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl am Montag vor dem Landgericht München I.

Der ehemalige Bereichsvorstand selbst hatte die Aussage vor Gericht verweigert. Daher berichtete an seiner Stelle die Staatsanwältin über seine Vernehmung. Der 53-Jährige erklärte demnach, er habe Neubürger sowohl grundsätzlich über die Praxis verdeckter Provisionszahlungen bei Siemens informiert, als auch über die Schließung von zwei Geheimkonten in Österreich.

Das Auffliegen dieser beiden Konten soll Anlass dafür gewesen sein, dass der angeklagte Reinhard S. ein System von Scheinberaterverträgen mit Tarnfirmen entwickelte, über das jahrelang Schmiergeld-Zahlungen abgewickelt worden sein sollen.

Der Ex-Bereichsvorstand habe auch angegeben, dass er den früheren Zentralvorstand Thomas Ganswindt, der wie Neubürger zu den Beschuldigten im Siemens-Verfahren gehört, über die Rolle des angeklagten S. informiert habe, sagte die Staatsanwältin.

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