Schmiergeldaffäre
Sommerpause im Siemens-Prozess

Nach vierwöchiger Verhandlung beginnt im Siemens-Schmiergeldprozess die Sommerpause. Danach sollen prominente Zeugen zu Wort kommen. Der Prozess geht in die Endphase.

HB MÜNCHEN. Als nächster Zeuge soll am 14. Juli der ehemalige Chef der Telekommunikationssparte, Lothar Pauly, gehört werden. Auch den ehemaligen Chef-Korruptionsbekämpfer von Siemens, Albrecht Schäfer, will das Münchner Landgericht noch vernehmen. Der Vorsitzende Richter Peter Noll deutete am Freitag an, dass der Prozess wie geplant Ende Juli zum Ende kommen könne. Termine sind bisher bis zum 28. Juli festgesetzt.

Der Prozess ist das erste Verfahren um milliardenschwere Schmiergeldzahlungen bei Siemens. Angeklagt ist der Ex-Direktor Reinhard Siekaczek, der früher in leitender Position im Telekommunikationsbereich des Konzerns tätig war. Er hatte gestanden, über ein System schwarzer Kassen 53 Mill. Euro für Schmiergeldzahlungen abgezweigt zu haben. Siemens hat dubiose Zahlungen über 1,3 Mrd. Euro von 1999 bis 2006 eingeräumt. Der 57-jährige Siekaczek erhob vor Gericht schwere Vorwürfe gegen die Führungsriege der Sparte. Er habe auf Anweisung des Bereichsvorstands gehandelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen rund 300 Beschuldigte.

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