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Schnelller als Google: Apple bietet Online-Musikspeicher an

Künftig sollen Nutzer ihre Musik nicht nur mittels iTunes speichern können, sondern auf einem Server des Unternehmens. Damit hätten Kunden mit einem Internetzugang von überall Zugriff auf ihre Musik.

Der Apple-Dienst soll noch vor Google starten. Quelle: Reuters
Der Apple-Dienst soll noch vor Google starten. Quelle: Reuters

New YorkBeim Rennen um einen Online-Musikspeicher für Handy- und Computernutzer wird sich Apple nach Angaben aus Kreisen gegenüber Google durchsetzen. Mehrere mit den Vorgängen in beiden US-Konzernen vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, Apples System werde es Kunden seines iTunes-Musikdienstes erlauben, ihre Lieder auf Server des Unternehmens abzulegen. Darauf könnten sie dann von jedem beliebigen Ort mit Internet-Zugang aus zugreifen, sagten zwei Personen, die namentlich nicht genannt werden wollten.

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Ein vergleichbares Angebot von Google war um Weihnachten erwartet worden, verzögert sich jedoch weiter. Ein Apple-Sprecher nahm zu den Angaben nicht Stellung. Apple, Google und Amazon wollen ihren Kunden die Möglichkeit geben, unabhängig von Gerät und Ort auf ihre Musik zuzugreifen. Die Lieder sollen dazu online in sogenannten „music lockers“ (engl. „Musikspinde“) gespeichert werden.

Amazon war vor einigen Wochen in den USA mit einem entsprechenden Angebot namens Cloud Player vorgeprescht. Der Internet-Händler argumentiert, dass keine weiteren Lizenzen von den Musikkonzernen benötigt werden, was diese bestreiten. Apple hat für seinen Dienst keine neuen Lizenzverträge unterzeichnet, sagten am Donnerstag drei mit den Vorgängen vertraute Personen. Die Musikindustrie hoffe, dies noch vor der Einführung des Dienstes abschließen zu können.

Die Verhandlungen über die Rechte sind offenbar ein Grund für die Verzögerung bei Google. „Sie fragen immer wieder nach etwas anderem“, sagte ein Manager eines Labels, der namentlich nicht genannt werden wollte. Dafür könne auch der Führungswechsel bei dem Suchmaschinenbetreiber mitverantwortlich sein, hieß es in Branchenkreisen. Seit Anfang des Monats ist Larry Page CEO von Google.

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