Schock für Apple
US-Behörde verbannt ältere iPhone-Modelle

Schwere Schlappe für Apple im Streit mit Rivale Samsung: Für ältere Modelle des iPhone und iPad droht ein Verkaufsverbot – ausgerechnet auf dem Heimatmarkt. Eine US-Behörde sieht Patente verletzt, doch Apple wehrt sich.
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WashingtonDer endlose Patentstreit zwischen Apple und Samsung beschäftigt bereits unzählige Juristen rund um den Globus. Jetzt ist der Kampf um eine spektakuläre Wendung reicher: Einige ältere Versionen des iPhone und iPad könnten in den USA vom Markt verbannt werden.

Grund dafür ist eine überraschende Entscheidung der US-Handelsbehörde International Trade Commission (ITC) vom Dienstag. Diese verbot dem kalifornischen Technologiekonzern, die Modelle nach Amerika einzuführen.

Der Grund: Apple habe einige Mobilfunk-Patente des südkoreanischen Rivalen Samsung verletzt. Da die Geräte in Asien hergestellt werden und importiert werden müssen, kommt die ITC-Verfügung einem Verkaufsverbot gleich. Apple legte am Dienstag umgehend Berufung gegen das Urteil ein.

Betroffen von dem Bann sind zwar nur ältere Varianten der Apple-Verkaufsschlager – das iPhone 4, das iPhone 3 und 3GS sowie das iPad, iPad 2 und iPad 3, die mit der Mobilfunk-Technologie des US-Telekomanbieters AT&T ausgestattet sind. Die neuesten Generationen – iPhone 4s, iPhone 5 und die vierte iPad-Version – sind von der Entscheidung nicht berührt.

Dennoch ist das Urteil eine schwere Schlappe für Apple. „Ein Verbot ist ein Verbot“, kommentierte das Technologieblog „All Things D“. Die betroffenen Versionen werden in den USA zum Teil als billige Einstiegsmodelle verkauft – ein Feld, auf dem der Konzern neben seinen teuren aktuellen Angeboten wachsen will. So gibt es in Amerika etwa das iPhone 4 derzeit für 99 Cent mit Vertrag.

Das drei Jahre alte Gerät sei immer noch ein Verkaufsschlager, sagte Marcelo Claure vom Mobilfunk-Vertriebshändler Brightstar der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Zwar nennt Apple keine Absatzzahlen für einzelne Modelle. Die gesamte iPhone-Reihe aber macht immerhin rund die Hälfte des weltweiten Umsatzes aus.   

Die ITC beließ es am Dienstag nicht bei dem Importstopp: Sie verfügte auch gleich noch ein Verkaufsverbot für die bereits in den USA vorhandenen Geräte. Allerdings tritt der Bann noch nicht sofort in Kraft – so lange nicht über Apples Berufung entschieden ist, bleibt vorerst alles beim Alten. Zudem kann US-Präsident Barack Obama innerhalb von 60 Tagen ein Veto einlegen.

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Obama will gegen „Patent-Trolle“ vorgehen

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  • Amerikanischer Zentralismus. Ein Wandel.

  • Samsung liefert seit Jahren die Bausteine fürs Eiphon.

  • Es ist nur dann eine Schlappe, wenn Apple auch Strafe zahlen muss. Geld hätten sie so wie so genug. Mit dem Verbot kann Apple gut leben. Die alten Dinge werden im Ausland verkauft und in USA nur die neuen.

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