Schuldenberg wächst
Umsatz von Telefonica bricht ein

Ungünstige Wechselkurse, schwaches Europa-Geschäft: Die Erlöse des Telekommunikationskonzerns Telefonica sind im ersten Quartal eingebrochen. Obwohl der Gewinn dennoch steigt, hat das Unternehmen mehr Schulden.
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MadridDer spanische Telekommunikationskonzern Telefonica hat im ersten Quartal einen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Grund für den Rückgang um neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum seien ungünstige Wechselkurse in Lateinamerika und ein schwaches Geschäft in Europa, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Mit 14,1 Milliarden Euro lag der Umsatz im Rahmen der Erwartungen von Analysten. In Lateinamerika, wo Telefonica mehr als die Hälfte seines Umsatzes macht, sanken die Erlöse um vier Prozent. In Europa gingen sie sogar um zwölf Prozent zurück.

Der Gewinn stieg im ersten Quartal um 21 Prozent auf 902 Millionen. Hintergrund sind günstigere Finanzierungskonditionen und die vergleichsweise schwachen Ergebnisse des Vorjahres, in dem Telefonica seinen Anteil an der Telecom Italia abschrieb.

Telefonica will seine Schulden bis Ende dieses Jahres auf weniger als 47 Milliarden Euro drücken. Doch im ersten Quartal wuchs die Schuldenlast abermals. Der Konzern meldete zu Ende März eine Schuldenlast von 51,8 Milliarden Euro, das sind 500 Millionen Euro mehr als noch Ende 2012. Der Konzern erklärte das Wachsen des Schuldenberges mit der Abwertung des Bolivar in Venezuela und Investitionen von 701 Millionen Euro.

Dennoch liege man beim Schuldenabbau im Plan, teilte Telefonica mit. Immerhin seien seit Ende des ersten Quartals 653 Millionen Euro Schulden abgebaut worden, so dass die Last an Verbindlichkeiten aktuell 51,2 Milliarden Euro betrage. (Reporterin: Clare Kane; geschrieben von Sabine Ehrhardt, redigiert von Christina Amann

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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