Schwaches Geschäft in Amerika
Wieder rote Zahlen bei CE Consumer

Der Münchener Chiphändler CE Consumer Electronic ist nach Gewinnen in den ersten drei Monaten 2004 wegen eines schwachen Geschäfts in Amerika im zweiten Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen bekräftigte das Ziel, im Gesamtjahr operativ Gewinne zu schreiben, gab sich aber hinsichtlich der Erlösentwicklung etwas zurückhaltender.

HB MÜNCHEN. Trotz des positiven Marktumfeldes habe der Schwung aus dem ersten Quartal etwas nachgelassen, teilte die im SDax gelistete Gesellschaft am Donnerstag in München mit. „Vor allem die Geschäfte der amerikanischen Tochtergesellschaft SND und hier insbesondere in Lateinamerika konnten die internen Erwartungen nicht erfüllen.“ In Europa habe CE hingegen erfreulich abgeschnitten.

CE Consumer sei für die Entwicklung der weltweiten Halbleiterbranche weiter positiv gestimmt und rechne für 2004 mit einem Wachstum, das allerdings leicht unter den Einschätzungen der Marktforscher liege, hieß es. „In diesem prognostizierten Marktumfeld gehen wir für das Geschäftsjahr 2004 unverändert von einer stabilen Umsatzentwicklung und einem positiven operativen Ergebnis aus.“ Vorstandssprecher Friedrich Rettenberger hatte allerdings Mitte Mai im Interview mit Reuters noch von einem Umsatzplus gesprochen.

Ein Firmensprecher verwies auf mögliche belastende Währungseffekte, die eine genaue Erlösprognose schwer machten. CE hatte im ersten Halbjahr 2004 den Umsatz um 8,4 % gesteigert - bereinigt um Währungseffekte hätte sich den Angaben zufolge sogar ein Plus von 16,5 % Prozent ergeben.

Von April bis Juni halbierte CE mit 1,23 (Vorjahr 2,68) Mill. € den Fehlbetrag unter dem Strich in etwa. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) stand ein Verlust von 1,03 (1,98) Mill. € zu Buche. Der Quartalsumsatz kletterte um gut fünf Prozent auf 71,86 Mill. €.

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