Schwaches Wachstum in Deutschland
Viva-Umbau drückt Rendite von Viacom

Das Deutschlandgeschäft des US-Medienkonzerns Viacom wächst nur gebremst. Grund dafür ist die kostspielige Übernahme der Musiksender Viva und Viva plus durch die Sendergruppe MTV.

BERLIN. Bisher steigerte MTV in Deutschland den Umsatz jährlich um rund 15 Prozent, derzeit liegt der Wert deutlich darunter. Viacom-Deutschlandchefin Catherine Mühlemann verspricht schnelle Besserung: „Nach Abschluss der Reorganisation von Viva bin ich davon überzeugt, dass wir wieder zweistellig wachsen“, sagte sie dem Handelsblatt am Rande der Internationalen Funkausstellung in Berlin.

Das Musik-TV gehört weltweit zu den Gewinnbringern des US-Konzerns. Im vorigen Jahr hatte MTV die Viva-Gruppe für rund 330 Mill. Euro übernommen. Nicht zuletzt wegen des hohen Kaufpreises steht Mühlemann unter Druck, die Rendite deutlich zu steigern. In diesem Jahr muss sich der Mutterkonzern Viacom aber noch in Geduld üben. Die Abfindungen für entlassenen Viva-Mitarbeiter drücken die bisher hohe MTV-Gewinnmarge. Trotz Widerstandes des Betriebsrates hatte Mühlemann den Viva-Umzug nach Berlin durchgesetzt. Aber auch der miserable Werbemarkt geht zu Lasten des Ergebnisses.

„Unsere Umsatzrendite liegt deutlich über 15 Prozent und damit über den Durchschnitt in der deutschen Fernsehbranche“, unterstreicht die Mühlemann. Zum Vergleich: Bislang hatte MTV in Deutschland Umsatzrenditen von bis zu 30 Prozent erwirtschaftet. Absolute Zahlen zu Umsatz und Gewinn gibt MTV traditionell nicht bekannt. Viacom erwirtschaftete weltweit im vergangenen Quartal einen Gewinn von 754 Mill. Dollar. Der Quartalsumsatz legte um zehn Prozent auf 5,9 Mrd. Dollar zu.

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