Schwäche bei Smartphones
Sony peilt wieder schwarze Zahlen an

Der Elektronik-Riese Sony wird schon seit Jahren saniert – und schreibt trotzdem immer neue Verluste. Nun soll es endlich wieder schwarze Zahlen geben, doch die Schwäche im Smartphone-Geschäft bleibt ein Risiko.
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TokioProbleme im Smartphone-Geschäft haben den japanischen Elektronik-Riesen Sony den sechsten Verlust in sieben Jahren beschert. Zugleich fiel das Minus mit 126 Milliarden Yen (960 Millionen Euro) deutlich geringer als ursprünglich erwartet aus. Im vergangenen Oktober hatte Sony noch mit weitaus höheren Verlusten von 230 Milliarden Yen gerechnet. Der als Sanierer angetretene Konzernchef Kazuo Hirai stellte nun für das noch bis Ende März 2016 laufende neue Geschäftsjahr einen Gewinn von 140 Milliarden Yen (gut eine Milliarde Euro) in Aussicht und führte die vor einem Jahr ausgesetzte Dividende wieder ein.

Der Konzernumsatz stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 5,8 Prozent auf gut 8,2 Billionen Yen (62,6 Milliarden Euro). Die starke Nachfrage bei der Spielekonsole Playstation 4 und Kamerasensoren griff Sony im vergangenen Jahr unter die Arme. Zudem schaffte die TV-Geräte-Sparte den ersten operativen Gewinn seit über einem Jahrzehnt – wenn auch nur unter Ausschluss der Sanierungskosten.

Der Smartphone-Bereich riss jedoch mit einem operativen Verlust von 220,4 Milliarden Yen (1,68 Milliarden Euro) erneut ein großes Loch in die Sony-Bilanz. Der hohe Betrag geht vor allem auf eine Abschreibung von 176 Milliarden Yen wegen Absatzproblemen zurück. Sony sitzt im Smartphone-Geschäft zwischen den Stühlen: Bei günstigen Geräten räumen chinesische Hersteller wie Huawei, Lenovo oder Xiaomi ab, am oberen Ende des Marktes sind Apples iPhone und Samsung mit seiner Galaxy-S-Reihe stark.

Im laufenden Geschäftsjahr will Sony sein Angebot stärker auf teurere Modelle ausrichten und hofft den operativen Verlust auf 39 Milliarden Yen drücken. Erste Anzeichen der Besserung gab es bereits im vergangenen Jahr: Ein besserer Produktmix und günstigere Wechselkurse ließen den Umsatz um elf Prozent auf 1,32 Billionen Yen steigen.

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