Schwächere Nachfrage
Wieder Gewinnwarnung bei Sony Ericsson

Der Handy-Hersteller Sony Ericsson hat die Finanzmärkte mit einer erneuten Gewinnwarnung geschockt. Energiepreise und gesunkenes Verbrauchervertrauen hätten die Aussichten verschlechtert.

HB STOCKHOLM. Aufgrund einer schwächeren Nachfrage nach teureren Mobiltelefonen werde das Nettoergebnis vor Steuern im zweiten Quartal lediglich an der Gewinnschwelle liegen, teilte der Konzern am Freitag mit.

Auch Verzögerungen bei neuen Produkten hätten die Geschäfte belastet. Ericsson-Aktien brachen nach der Mitteilung zeitweise um mehr als elf Prozent ein und zogen auch die Aktien des Rivalen Nokia sowie des Chiplieferanten Infineon mit nach unten.

Die Brutto-Gewinnmarge werde im Quartal und im Gesamtjahr niedriger sein als bislang erwartet, erklärte das Gemeinschaftsunternehmen von Sony und Ericsson, Das Marktumfeld sei derzeit „schwierig“.

Insgesamt werde nun mit der Auslieferung von 24 Millionen Handys zu einem Preis von im Schnitt 115 Euro gerechnet. Dieser Preis sei enttäuschend, sagte ein Experte. Branchenkenner erklärten, die Schwäche scheine eher mit Sony Ericsson als mit der Branche zusammenzuhängen.

Trotz einer verstärkten Ausrichtung auf Schwellenländer sei der Konzern immer noch zu sehr von Europa abhängig.

Sony Ericsson hatte die Märkte bereits im ersten Quartal mit einer Gewinnwarnung geschockt und schließlich einen nahezu halbierten Gewinn vermeldet. Der Konzern fiel zudem in Branchenrankings vom vierten auf den fünften Platz zurück.

Die hohen Ölpreise und die anhaltende Zurückhaltung der Verbraucher in Folge der internationalen Kreditkrise haben das Umfeld inzwischen weiter verschlechtert. Am 18. Juli will der Konzern die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal vorlegen.

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