Schwierige Bedienung
Smart-TV schreckt Nutzer ab

Die Elektronikhersteller wollen den Fernseher zum Internet-Gerät machen. Doch die Zuschauer nutzen die Funktion bislang kaum: Ins Internet gehen die meisten lieber über Smartphone oder Tablet – weil es einfacher ist.
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FrankfurtVerbraucher nutzen die Internet-Funktionen moderner Fernseher mit Online-Anbindung einer Studie zufolge bislang kaum. Nur 28 Prozent verwendeten ihre sogenannten Smart-TVs mehrmals wöchentlich, um im Internet zu surfen, hieß es in einer am Dienstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung PwC. Sechs von zehn Verbrauchern nutzen die Online-Funktionen ihrer internetfähigen Fernseher demnach nicht, weil Tablet-Computer oder Notebooks einfacher zu bedienen seien.

Zu den bislang wichtigsten Funktionen bei der Nutzung von Smart-TVs gehören Online-Mediatheken von Fernsehsendern oder Videoclip-Seiten, hieß es in der Studie. 40 Prozent der Smart-TV-Besitzer nutzten entsprechende Angebote mehrmals pro Monat. Videospiele, Online-Netzwerke oder Internet-Shopping seien bei den Verbrauchern hingegen weniger gefragt. 60 Prozent der für die Untersuchung Befragten hätten mit diesen Funktionen ihrer Fernseher noch keine Erfahrung gesammelt.

Rund 30 Prozent der Smart-TV-Anwender nutze heute bereits kostenpflichtige Angebote zum Abruf von Filmen oder anderer Videos, hieß es in der Studie. Ein Fünftel zahle regelmäßig für solche Angebote. Bei den Jungen sei dabei die Bereitschaft, für Inhalte auf dem Fernseher zu bezahlen, größer als bei Älteren. Fast die Hälfte der Befragten zwischen 18 und 30 Jahren rufe bereits Inhalte auf dem Fernseher gegen Bezahlung ab oder denke darüber nach dies zu tun. In der Altersgruppe über 45 Jahren seien es nur 37 Prozent.

Das Geschäft mit dem Verleih digitaler Inhalte werde in den nächsten Jahren deutlich wachsen, hieß es in der Studie. 2013 werde sich das Marktvolumen auf schätzungsweise 175 Millionen Euro belaufen, 2017 auf 511 Millionen Euro. Mit Smart-TVs würden 2017 rund 35 Prozent dieser digitalen Erlöse eingefahren. Im vergangenen Jahr habe dieser Anteil noch bei 15 Prozent gelegen.

An der Untersuchung nahmen im Sommer 2013 rund 1900 Online-Nutzer zwischen 18 und 65 Jahren teil. 440 Teilnehmer der Befragung besaßen ein vernetztes Fernsehgerät.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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