"Schwierige Marktlage"
Bechtle sieht sich vor Stagnationsphase

Der schwäbische IT-Händler und Systemintegrator Bechtle erwartet für 2003 trotz eines Ergebnissprungs im ersten Halbjahr nur einen stagnierenden Gewinn. „Bechtle geht davon aus, dass trotz der derzeit schwierigen Marktlage das Vorjahresergebnis erreicht werden kann“, teilte das zweitgrößte deutsche IT-Systemhaus am Dienstag in Gaildorf mit.

Reuters GAILDORF. Darin sei der Gewinn des zum 1. April 2003 übernommenen hessischen Konkurrenten PSB noch nicht enthalten, sagte ein Sprecher. 2002 hatte Bechtle ohne PSB 19 Mill. € vor Steuern erwirtschaftet. PSB rechnet für 2003 mit 2,9 (2002: 2,3) Mill. € Gewinn vor Steuern. Im März hatte sich Bechtle-Vorstandschef Gerhard Schick zuversichtlicher geäußert. „Es wäre eine Enttäuschung, wenn wir das letztjährige Ergebnis nicht übertreffen könnten“, sagte er damals. Im ersten Halbjahr lag das Ergebnis vor Steuern einschließlich PSB nach vorläufigen Zahlen bei rund acht (Vorjahr: 4,3) Mill. €.

Erneut habe Bechtle auf „Umsätze um jeden Preis“ verzichtet und eine strikte Kostenkontrolle betrieben, begründete das Unternehmen das Gewinnwachstum. Auch das Ergebnis vor Steuern des zweiten Quartals lag mit 4,1 (2,6) Mill. € deutlich über Vorjahr. Der Konzernumsatz - einschließlich PSB - kletterte in den ersten sechs Monaten um 2,5 % auf rund 360 Mill. €, bei PSB ging der Umsatz um 16 % zurück. Im März hatte Schick noch einen Milliardenumsatz ins Visier genommen. Nun äußerte sich das Unternehmen zurückhaltender: „Aufgrund der unklaren Marktsituation ist derzeit keine Aussage über die Entwicklung der kommenden Quartale möglich“, hieß es in einer Mitteilung.

Bechtle muss die restlichen Aktionäre der PSB mit einem höheren Betrag abfinden als er für die Übernahme der Aktienmehrheit gezahlt hat. Ein Gutachten habe einen Preis von 8,64 € je Aktie für die zwangsweise Abfindung (Squeeze-Out) ermittelt, teilte Bechtle mit. Den Hauptaktionären des im März übernommenen hessischen Konkurrenten hatte Bechtle nur je 6,40 € für ihre Aktienpakete bezahlt. Den gleichen Betrag hatten die Anteilseigner erhalten, die ein Pflichtangebot angenommen hatten. Die PSB-Aktie ging am Montag bei 8,91 € aus dem Handel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%