Second-Hand-Ticketbörse
Holtzbrinck investiert in Ticketplattform

Die Second-Hand-Ticketbörse Seatwave hat in einer dritten Finanzierungsrunde weitere 25 Millionen Dollar Risikokapital bekommen. Über die Online-Plattform können Privatpersonen Eintrittskarten für Konzerte, Sportveranstaltungen und andere Live-Events handeln. Mit dem Einstieg von Holtzbrinck geht eine Kooperation mit dem Social Network StudiVZ einher.

DÜSSELDORF. Die Federführung hatte Fidelity Ventures, neu dabei ist Holtzbrinck Ventures, Wagniskapitalgesellschaft der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, in der auch das Handelsblatt erscheint. Seatwave übernimmt Markt- und Servicefunktionen und erhebt nach einem Abschluss Gebühren von Käufer und Verkäufer. Seatwave wurde Anfang 2007 in Großbritannien gegründet und ist auch in Italien, Spanien, den Niederlanden und Deutschland tätig. 2007 wurden 1,5 Mill. Karten über Seatwave angeboten und "über 100 000" verkauft, so CEO und Gründer Joe Cohen gegenüber dem Handelsblatt. Für das laufende Jahr wird eine Verdoppelung des Geschäfts angestrebt. Mit dem Einstieg von Holtzbrinck geht eine Kooperation mit dem Social Network StudiVZ einher. Die Studentengemeinschaft hat nach eigenen Angaben rund fünf Mill. Nutzer eher jüngeren Alters. Eine Zielgruppe, die als ausgehfreudig gilt.

Der Markt für Second-Hand-Tickets im Web, in dem sich auch Giganten wie EBay tummeln, ist umkämpft. 2007 gab es nur wenige ausverkaufte Megakonzerte, ein Großereignis wie die Fußball-WM 2006 fehlt. Klaus-Peter Schulenberg, dessen Großveranstalter CTS-Eventim die Plattform www.fansale.de betreibt, sagte: "Die Ergebnisse des ersten Jahres entsprachen nicht unseren Erwartungen." Erst wenn es im freien Handel keine Karten mehr gibt, bildet sich ein ordentlicher Zweitmarkt. Die Plattformen hängen also stark von Erfolg oder Misserfolg der Ereignisse ab. Dieses Jahr gilt die Fußball-EM als Hoffnungswert.

Als Gründungsinvestoren von Seatwave werden Atlas Ventures, Mangrove Capital und Oliver Jung, Business Angel und Investment Manager von Adinvest, genannt.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%