Seitensprung-Portal
Erster Promi stolpert über Ashley Madison

Der Hackerskandal um die Seitensprung-Plattform Ashley Madison nimmt Fahrt auf. Ein erster Prominenter ist blamiert, neue Datenpakete sind im Internet abrufbar. Scheidungsanwälte machen die Champagnerflaschen auf.
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San FranciscoFür Josh Duggar ist es der absolute Alptraum. Der ehemalige Star der TV-Reality-Show „19 Kinder und noch mehr“ auf dem Sender TLC musste bereits zugeben, als Teenager fünf junge Mädchen unsittliche berührt zu haben. Der Sohn aus einer ultra-christlichen Familie verlor nicht nur seinen Posten bei einer christlichen Familienorganisation. Die gesamte TV-Show wurde vom Sender gestrichen.

Am Mittwoch tauchten dann Gerüchte auf, er sei auch auf der Seitensprung-Agentur Ashley Madison aktiv gewesen. Am Donnerstag musste er einräumen, dass alles noch viel schlimmer sei als befürchtet. Auf der Webseite der schwer geprüften Familie räumte er ein, seine hochschwangere Frau betrogen zu haben und ein Problem mit dem Konsum von Pornografie zu haben.

Ohne die Seitensprungseite namentlich zu erwähnen erklärte er: „Ich habe in den vergangenen Jahren gegen die Unmoral gepredigt und gleichzeitig meine eigenen Fehler verschleiert. Ich habe es auf die harte Tour lernen müssen, dass man seine Aktionen wählen kann, die Konsequenzen aber nicht.“

Hacker hatten die Datenbanken des Seitensprung-Portals kopiert und mit einer Veröffentlichung gedroht, was Anfang der Woche auch tatsächlich geschehen war. Der Betreiber der Seite hatte zunächst davon gesprochen, dass die im Web kursierenden Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen und Teile der Kreditkartennummern nicht echt sein könnten.

Doch diese Bedenken zerstreuten die Hacker am Donnerstag und stellten weitere Datenpakete online mit dem kumpelhaften Hinweis an den Chef der Betreiberfirma, Noel Biderman: „Hey, Noel. Du kannst jetzt ruhig zugeben, dass die Daten echt sind.“ Eine Sicht der Dinge, die auch die Sicherheitsfirma Trusted Sec teilt. Der zweite Schub enthalte zum Beispiel den Quellcode der Internetseiten und den E-Mail-Verkehr des Chefs, heißt es in einem Blogeintrag.

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Hochkonjunktur für Scheidungsanwälte

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  • Der hat dann wohl zu viel Tinte aufm Füller. Dagegen hilft arbeiten bis zum Umfallen!

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